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15. Dezember 2011
Projekt gegen alkoholbedingte Jugendgewalt: Ohne erhobenen Zeigefinger
"Abgefahren": Projekt gegen alkoholbedingte Jugendgewalt.
Seit Jahren nimmt auch in Freiburg die alkoholbedingte Jugendgewalt zu. Ein Trend in ganz Deutschland, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Das Kooperationsprojekt "Prärie" vom Arbeitskreis Suchthilfe und der Stadt arbeitet bereits seit Ende 2008 an Schwerpunktwochenenden in der Innenstadt erfolgreich mit studentischen Peerberatern in der Gewaltprävention. Diese sind Ansprechpartner für Jugendliche und junge Erwachsene und wirken durch ihre Präsenz beruhigend in den Ausgehvierteln.
Da auch der öffentliche Nahverkehr von den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums betroffen ist, startet im Januar 2012 das neue Prärie-Projekt "Abgefahren", in das auch VAG und Polizei eingebunden sind. Im Fokus der Aktion stehen Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren. Teams aus studentischen Peerberatern, Ehrenamtlichen ab 30 Jahren und einem Profi gehen an die Haltestellen und in die Bahnen und sprechen die Jugendlichen beispielsweise mit Quizfragen auf das Thema "Alkohol und Gewalt" an. Mit so genannten Risiko-Checks helfen sie, das eigene Gefährdungspotential einzuschätzen.Werbung
"Abgefahren" startet zunächst mit dem so genannten "Tram-Talk". Die Projektmitarbeiter gehen in die Bahnen und befragen die Fahrgäste unter anderem nach ihrem subjektiven Sicherheitsbedürfnis oder nach konkreten Gewalterfahrungen.
möchten wir uns ein Bild davon machen, welche Themen besonders wichtig sind."
Thomas Hodel,
Arbeitsgemeinschaft für Gefährdetenhilfe und Jugendschutz (AGJ)
Kontakt: Karin-Anne Böttcher, Koordinationsstelle Kommunale Alkoholpolitik im Amt für Soziales und Senioren. Tel. 0761-201-3843, Email:
karin-anne.boettcher@stadt.freiburg.de
Autor: Petra Völzing
