Radsport-Elite trifft sich in Rothaus

Wolfgang Scheu

Von Wolfgang Scheu

Mo, 20. August 2018

Grafenhausen

Zwei Etappen des Bike Giro Hochschwarzwald starten und enden in Grafenhausen / Auf zwei Rädern durch die Wutachschlucht.

GRAFENHAUSEN UND UMLAND. Motorenlärm in der Wutachschlucht bei Holzschlag in der Nähe der Stallegger Brücke – wenn das der Wutachranger wüsste! Mit Enduro-Maschinen gehen die Männer den Stich zu den Stallegger Höfen an, der Motorenlärm ist unüberhörbar. Und sie dürfen das, Ranger Martin Schwenninger weiß Bescheid. Die Motorradfahrer führen die Radsportler der "Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald" an, die in Grafenhausen gestartet waren.

Die Elite der Mountainbiker und viele Hobbyfahrer waren unterwegs bei der zweiten Auflage der Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald. Die dritte Tagestour führte von Grafenhausen über Gündelwangen und Holzschlag, dann wurde auf dem Weg nach Rötenbach die Wutachschlucht durchquert. Sogar Mitglieder der Nationalmannschaft nutzten die "perfekte Trainingsmöglichkeit auf den vier anspruchsvollen Etappen, statt immer nur im Kreis zu fahren" (Zitat Nationaltrainer Peter Schaupp) kurz vor der Weltmeisterschaft. Veranstalter Rick Sauser (Sauser Event) und der Grafenhausener Bürgermeister Christian Behringer saßen am Samstagnachmittag im Rennbüro und starrten gebannt auf den Bildschirm. "Spitze 10 Kilometer vor Ziel", gibt Sauser durch an alle Orgamitglieder am Funkgerät, jeder weiß, was zu tun ist, alles klappt wie am Schnürchen. "Die Veranstaltung ist angekommen, das neue Format des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald ist super, es braucht vielleicht noch ein, zwei Jahre, bis es völlig etabliert ist", schwärmt Sauser. Bürgermeister Behringer freut sich, dass in diesem Jahr zwei Renntage in Rothaus stattfanden. "Die Region ist hautnah an der Veranstaltung", sagt er, und er weiß natürlich, dass der touristische Wert für die Region groß ist. Behringer dankte den vielen Helfern der Feuerwehr und der Grafenhausener Vereine, ohne die so etwas gar nicht möglich wäre.