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10. September 2015

Rainbow House plant den Umzug

Micheal Mwase und Brenda Kawala aus Uganda kommen nach Schopfheim / Workshops, Benefizveranstaltungen und mehr geplant.

  1. Kulturelle Angebote wie das Tanzen werden im Rainbow House of Hope Uganda gemacht. Jungen Menschen werden Perspektiven geboten. Foto: ZVG

  2. Sport stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und macht Spaß. Foto: zvg

  3. Das Armenviertel in Kampala muss weichen. Foto: zvg

  4. Die Angebote im Rainbow House of Hope werden inzwischen ausgesprochen gut genutzt. Foto: zvg

SCHOPFHEIM. Schopfheim erwartet fernen Besuch aus Uganda. Vom 23. September bis zum 11. Oktober werden Micheal Mwase, Projektleiter des "Rainbow House of Hope Uganda" und Brenda Kawala, eine junge Mitarbeiterin des Hauses, im Rahmen von "Africa meets Europe" zu Besuch sein. Etliche Veranstaltungen sind in dieser Zeit geplant.

Das "Rainbow House of Hope of Uganda" (RHU) ist eine Einrichtung, die sich für die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Situation benachteiligter Jugendlicher in Uganda einsetzt. Das RHU in der Nähe von Kampala nutzt auch sportliche und kulturelle Angebote, um den über 200 Kindern und Jugendlichen Fähigkeiten an die Hand zu geben, die es ihnen ermöglichen, sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Der gleichnamige Verein wurde 2006 gegründet und hat seinen Sitz in Schopfheim. Vorsitzende ist Susanne Fink, die sich auch um die ugandischen Gäste kümmert. Micheal Mwase war schon mehrmals in der Markgrafenstadt, Brenda Kawala kommt zum ersten Mal.

Seit Oktober vergangenen Jahres war Susanne Fink dabei, den Besuch in Schopfheim zu organisieren. Zum Programm – viele Veranstaltungen finden im Werkraum Schöpflin in Lörrach-Brombach statt – zählen Workshops, Benefizveranstaltungen und Informationen über das Land Uganda. Eine weitere Aufgabe des Vereins sei es, das Afrikabild in der Bevölkerung zu ändern, so die Vorsitzende. Dazu eignet sich der Besuch von Micheal Mwase und Brenda Kawala hervorragend. Am Samstag, 26. September, sind beide in der öffentlichen Mitgliederversammlung von 16 bis 19 Uhr in der Waldorfschule Schopfheim dabei, gefolgt von einem Treffen der ehemaligen Freiwilligen am 27. September. Am Donnerstag, 1. Oktober, findet im Werkraum Schöpflin in Lörrach-Brombach ab 19 Uhr ein Gespräch zum Thema "Uganda – die Perle Afrikas" statt. Es geht dabei um die Kontroverse zwischen Modernisierung, Klimawandel und Menschenrechte. Weitere Veranstaltungen sind der Film "Abaabi Ba Boda Boda" (Werkraum Schöpflin) am 6. Oktober um 20 Uhr, Workshops zu Liedern und Tänzen Ugandas, Benefizkonzerte und ein Cellofest am 11. Oktober ab 17 Uhr in Maulburg.

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Der Werkraum Schöpflin greift dem Rainbow House of Hope tatkräftig unter die Arme und es gibt Kooperationen mit der Waldorfschule Schopfheim, die zwei Patenkinder in Uganda hat, dem THG, das schon ein Benefizkonzert fürs Rainbow House veranstaltete, sowie mit der Nachbarschaftsschule Weitenau-Wieslet. Unterstützt wird der Verein auch von "Brot für die Welt" und von "SEZ" (Stiftung Entwicklung Zusammenarbeit Baden-Württemberg). Schulen haben während des Besuches die Möglichkeit, sich für einen Schulbesuch anzumelden, bei dem Micheal Mwase und Brenda Kawala in Schulklassen kommen.

Susanne Fink, die im Januar diesen Jahres in Uganda war, erzählte von der Entwicklung und den anstehenden Veränderungen des Rainbow House of Hope. Projekte wie die Brass-Band mit 60 Mitgliedern, die Tanzgruppe mit 69 Beteiligten, sportliche Angebote und Gesundheitsworkshops bewähren sich. Neu gibt es seit der Kinderkarawane vor zwei Jahren einen Umweltclub, der Ausflüge macht, um die Umgebung zu reinigen und der versuche, auf kleinem Raum Gemüse anzubauen. Die Teilnehmer eines Debattierclubs – Pro und Contra zu aktuellen Themen – übten sich im freien Sprechen und in freier Meinungsäußerung. Aufgeklärt werde über Aids und die Jugendlichen haben eine Möglichkeit, das Schreiben auszuprobieren. Geholfen werde jungen Leuten über Schneider- oder Schreinerwerkstätten, um sich beruflich selbständig machen zu können. Begonnen worden sei zudem mit einer kleinen Landwirtschaft.

Seit Uganda die Agenda 2040 eingeführt hat, mit Hilfe derer der Staat sich industrialisieren will, werden in den Armenvierteln und somit im Wirkungsgebiet des "Rainbow House of Hope" Häuser abgerissen, weshalb die Bewohner wegziehen müssen, für die sich das RHU engagiert. Deshalb will das RHU das Rainbow House verkaufen und hinterherziehen. Etwa 20 Kilometer nördlich von Kampala werde der neue Standort liegen, an dem es auch mehr Platz für Projekte (Handwerk, Landwirtschaft) geben soll. Noch habe man kein geeignetes Grundstück gefunden. Für die laufenden Kosten und die Erweiterungen brauche der Verein dringend Geld, weshalb Spenden sehr willkommen sind, sagte Susanne Fink.

Bei ihrem Besuch im Januar im Rainbow House fiel Susanne Fink auf, dass besonders die Mädchen größten Wert auf eine Ausbildung legen. Momentan habe eine junge Frau sogar die Chance, durch ein Austauschprogramm ein Jahr in Koblenz beim Diakonischen Werk zu verbringen.

Infos zu Veranstaltungen, Tickets und Anmeldungen gibt es unter ticket@werkraum-schoepflin.de, unter Telefon 07621-9142660 oder im Internet unter http://www.werkraum-schoepflin.de Infos zum "Rainbow House of Hope" unter http://www.rainbowhouse.info

Spenden zugunsten RHU: BLZ 68351557;

IBAN DE 216835155700031788 52; es wird auch gern ein monatlicher Kleinbetrag entgegen genommen, um mit dem regelmäßigen Geld planen zu können.

Autor: Katharina Maß