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24. Januar 2012 11:58 Uhr

BZ-Fahrbericht: Seat Ibiza Cupra

Ein spanischer Stier mit deutschen Tugenden

Muss ein Sportwagen immer wie ein Sportwagen aussehen? Seat zeigt, dass es auch ganz anders geht. Die spanische Volkswagentochter hat für ihr Konzept den Ibiza ausgesucht, ein Kleinwagen auf der Basis des VW Polo.

  1. Flotter Flitzer: Seat Ibiza Cupra 1,4 TSI Foto: Hans-Henning Kiefer

  2. Das Kraftpaket unter der Haube des Seat Ibiza Cupra 1,4 TSI. Foto: Hans-Henning Kiefer

  3. Weitöffnende Türen und aureichend Kofferraumvolumen gibt es im Seat Ibiza Cupra 1,4 TSI Foto: Hans-Henning Kiefer

  4. Schnittige Kurven beim Seat Ibiza Cupra 1,4 TSI Foto: Hans-Henning Kiefer

  5. Praktisch ist das aufsteckbare Navigationssystem von Tomtom beim Seat Ibiza Cupra 1,4 TSI Foto: Hans-Henning Kiefer

Und die Spanier haben ihrem wilden Spross einen 180 PS starken Vierzylinder unter die Haube gepflanzt, ihn mit Turbolader und Kompressor bestückt, für eine feine Federungs- und Dämpferabstimmung gesorgt und eine präzise und direkte Lenkung spendiert.

Die Kraft überträgt im Ibiza Cupra – eine Kurzform für "Cup Racing" – serienmäßig ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe aus dem Wolfsburger Konzernregal. Und das macht seine Arbeit wirklich gut: Schnell und ruckfrei werden die Gänge gewechselt, und wenn’s dann doch einmal zu langsam gehen sollte oder schnelles Herunterschalten gefragt ist, dann gibt’s dafür Schaltwippen, die am Lenkrad angebracht sind – eben ganz so, wie es sich in einem Sportwagen gehört. Sie passen harmonisch zusammen, Getriebe und Motor, der sich als ungemein drehfreudig und durchzugsstark erweist. Ausreichend leise, wenn der Cupra eine normale Gangart anschlägt, sportlich-knackig bis heiser, wenn er gefordert wird.

Die Straßenlage lässt nichts zu wünschen übrig, wie ein Brett liegt der Cupra auf der Straße. Überzeugend ist die Bremsanlage, die das Temperament des kleinen Wirbelwinds zu zügeln vermag, dessen bevorzugtes Revier vor allem Kurven und Kehren sind.

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Innen hält der Ibiza Cupra, was das markante Äußere verspricht: Fahrer und Beifahrer sitzen tief auf Sitzen mit genügend Seitenhalt bei flotter Kurvenfahrt. Die Verarbeitung ist hochwertig, auch wenn’s die Materialien mit viel Hartplastik nicht sind. Aber dafür gibt’s eine Menge Fahrspaß und einen akzeptablen Verbrauch.

Seat Ibiza Cupra 1,4 TSI

Motor: 4-Zylinder Turbo und Kompressor, 1390 ccm, 180 PS (132 kW) bei 6200 U/min, Max. Drehmoment: 250 Nm bei 2000-4500 U/min, Frontantrieb, Siebengang-DSG-Automatik

Fahrleistungen: 0-100 km/h: 7,2 Sek., Vmax: 225 km/h

Verbrauch: 6,4 l Super (ECE-Norm),

Testverbrauch: 7,7 l, CO2: 148 g/km

Maße und Gewichte: Leergewicht: 1169 kg, zul. Ges.gew.: 1688 kg; L/B/H: 4034/1693/1428 mm; Gepäckraum: 284-930 l; Tank: 45 l

Grundpreis: 22 250 Euro

Testwagenpreis: 25 005 Euro

Autor: Hans-Henning Kiefer


2 Kommentare

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

24. Januar 2012 - 16:12 Uhr

Leider hat der Herr Kiefer vergessen, auf den Praxisverbrauch des Seat hinzuweisen. Der liegt nämlich laut Spritmonitor.de im Schnitt bei 8,9l/100km.

Im Vergleich - mein C-Klasse T-Modell wiegt 400kg mehr, hat 5 Türen, einen V6 ohne Luftpumpen und benötigt trotzdem nur 1l/100km (im Schnitt 9,9l/100km laut Spritmonitor.de) mehr wie dieser Kleinstwagen.

Wo liegt also bitte der Vorteil des Seat???

P.S. meiner sieht auch nicht wie ein Sportwagen aus ;)

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Oliver Sänger

Registriert seit: 27.01.2011

Kommentare: 148

24. Januar 2012 - 23:09 Uhr

@Frank Ebert: Der Vorteil des Seat liegt darin, dass sich ein Journalist einen schönen Tag mit einem flotten Flitzer machen konnte. Und für den Wochenendeinkauf hat es ja anscheinend - siehe Fotos - auch noch gereicht. Also wieso sollte man objektiv berichten oder gar was negatives schreiben? Das könnte einem ja die Chance auf den nächsten Testwagen vermasseln, und das könnte vielleicht ein Porsche sein. Und wer mag da schon über Spritverbrauch schreiben? Also, Herr Ebert, bitte ein wenig mehr Nachsicht...

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