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30. November 2011

Protektoren werden immer besser

Protektoren zum Schutz von Wirbelsäule, Hüfte und Schulter im Wintersport werden immer besser.

  1. Protektor von Komperdell Foto: bz

  2. Wohl dem fliegenden Helden, der einen Protektor trägt: Immer mehr Wintersportler tragen entsprechende Schutzausrüstung. Foto: dpa

  3. Modell der Firma Evoc Foto: Haricot-Vert Fotodesign GbR

Es ist noch nicht lange her, da wurden Skifahrer oder Snowboarder mit Helm auf dem Kopf fast als Außerirdische belächelt. Mittlerweile ist der Kopfschutz allerorten akzeptiert, die Pudelmütze mit dem Logo von St. Moritz oder Garmisch-Partenkirchen dagegen ist ein Auslaufmodell. Immer mehr Wintersportlern reicht der Kopfschutz allein nicht mehr aus, sie tragen zusätzlich Protektoren, um ihre Wirbelsäule, Hüfte oder Schulter zu schützen. Wie praktikabel sind diese Protektoren? Für wen sind sie sinnvoll? Worauf sollte man beim Kauf achten? Ein paar Tipps.
Piste oder Gelände: Grundsätzlich sinnvoll ist ein Schutz primär der Wirbelsäule für alle Skifahrer oder Snowboarder, unabhängig davon, ob sie auf präparierten Pisten unterwegs sind oder ihr Glück im freien Gelände suchen. Zu bedenken gilt aber: Freerider oder Tourengeher haben andere Ansprüche als Pistenfahrer.

Protektor oder Weste: Moderne Westen dienen als zusätzliche, wärmende Bekleidungsschicht. Wer schnell friert, ist mit einer Weste unter Umständen besser aufgehoben als mit einem reinen Protektor. Der Tragekomfort von Westen hat sich in den vergangenen Jahr kontinuierlich erhöht – bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung. Die "Protector Air Vest+" der Firma Evoc etwa überzeugt durch ein geringes Gewicht (450 Gramm in Größe M, 199,90 Euro), uneingeschränkter Beweglichkeit und einer nahtlosen Verarbeitung. Ähnlich das Modell "Airshock Vest" der Firma Komperdell (159,90 Euro), das sowohl gewichtstechnisch überzeugt als auch mit Features wie einem Nackenschutz und einem doppelten Nierengurt. "Da die Protektoren unterschiedlich sitzen, ist es unerlässlich, den Protektor vor dem Kauf im Sportfachhandel anzuprobieren", sagt Florian Schmidt, Chefredakteur von DSV aktiv Ski & Sportmagazin. Wichtig auch laut Schmidt: "Der Protektor sollte einen seriösen Schutz von den Halswirbeln bis zum unteren Lendenwirbelbereich bieten – daher ist es wichtig, beim Kauf auf die richtige Größe zu achten."

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Pflege und Lagerung: Damit sich Schweiß nicht auf immer und ewig in der Protektorweste festsetzt, sollte der Protektor herausnehmbar sein, damit die Weste gewaschen werden kann. Reine Protektoren werden ähnlich wie Skistiefel in der Kälte steif, deshalb sollten sie in einem warmen Raum gelagert werden.

Info: Mehr zum Thema Sicherheit und zu Protektoren-, Helm- und Skibrillen-Modellen gibt es im aktuellen Heft DSV aktiv Ski & Sportmagazin (für Mitglieder), das am 2. Dezember erscheint. Mehr auch im Internet unter http://www.ski-online.de/dsvaktiv

Autor: Stefan Zahler