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Legen Hennen mehr Eier, wenn sie mit einem Hahn zusammen leben?

Henrike Berkefeld

Von Henrike Berkefeld

Sa, 10. März 2018 um 16:37 Uhr

Bildung & Wissen

Welche Auswirkungen hat es, wenn Legehennen männliche Gesellschaft haben? Erhöht dies die Eierproduktion? Und schmecken die Eier vielleicht sogar besser?

"Die Präsenz eines Hahnes wirkt sich weder auf die Qualität, noch auf die Menge der gelegten Eier aus", sagt Rüdiger Korbel, Leiter der Klinik für Vögel, Kleinsäuger, Amphibien und Zierfische der Ludwig-Maximilians-Universität München. "Deshalb ist das Beisetzen eines Hahns in der Legehennenhaltung auch nicht nötig", so Korbel weiter.

Die Eier reifen vom Hahn unabhängig in der Henne heran – genauso wie das bei der Frau der Fall ist. Der Zyklus beim Federvieh dauert etwa 25 Stunden. Um die Hühner zu einer möglichst ergiebigen Eierproduktion anzuregen, hilft statt einem Hahn die gezielte Steuerung der Tageslänge durch Lichtprogramme.

Dennoch haben Hähne positiven Einfluss auf das Verhalten einer Hühnerschar: "Ein Hahn beeinflusst die bei Hühnervögeln sehr stark ausgeprägte Hack-Ordnung", so Korbel. Denn er wirkt in seinem Harem streitschlichtend. Dass bei Anwesenheit eines Hahns einige Eier befruchtet werden, ist für den Verzehr kein Problem: Solange die Eier nach dem Legen nicht bebrütet werden, entwickeln sich auch keine Küken.

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