Biophysiker

Matthias Meier erhält Forschungspreis

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 02. Dezember 2017 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

Der Biophysiker Matthias Meier , der am Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg lehrt und forscht, erhält für seine wissenschaftliche Arbeit einen mit zwei Millionen Euro dotierten "Consolidator Grant" des Europäischen Forschungsrats (ERC).

Zellkulturen auf einem Chip

Meier entwickelt Mikroplattformen, sogenannte Chips, groß wie eine Daumenkuppe. Dort werden Hunderte von Zellkulturen angesiedelt, die über hauchdünne Kanäle auf den Plattformen mit Nährstoffen versorgt werden. Das Ganze ist gleichsam die Versuchsanordnung, mit der Meiers Team herausfinden will, warum sich Stammzellen zu Fettzellen entwickeln.

Um das zu verstehen, müssen Umgebungseigenschaften des menschlichen Fettgewebes nachgebildet werden – außerhalb des Körpers, eben auf den Chips. Ziel der Forschungen ist eine Antwort auf die Frage, wie sich Stammzellen in unterschiedliche Fettzellen differenzieren und ob und wie sich dieser Vorgang steuern lässt. Denn daraus ließe sich später einmal eine Zelltherapie entwickeln, mit der Fettleibigkeit und Diabetes-2 individuell bekämpft werden können.