Nie ganz abstellen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 05. Dezember 2018

Haus & Garten

Heizung und Wasserleitungen checken: Tipps zur Vorbereitung auf den Winter.

Schnee, Eis, Frost – bei Minusgraden wächst die Gefahr, dass Wasserleitungen einfrieren und bei einsetzendem Tauwetter platzen. Experten geben Tipps, wie sich Hausbesitzer am besten auf den Winter vorbereiten.

Meist bildet sich zunächst ein kleiner Eispfropf in der Leitung, das Wasser fließt nicht mehr und friert ein. Weil sich gefrierendes Wasser ausdehnt, kann es Rohrleitungen zum Platzen bringen. Das geschieht in Deutschland laut Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) jährlich mehr als eine Million Mal. Schäden durch berstende Wasserleitungen übernimmt die Gebäude- und Hausratversicherung allerdings nur dann, wenn die Heizung nicht abgestellt war, sondern mindestens im Frostschutzmodus lief. Der Zentralverband empfiehlt, wasserführende Leitungen frostsicher zu machen. Besondere Aufmerksamkeit brauchen dabei alle Rohre, die zu Entnahmestellen im Außenbereich führen. Sie müssen vollständig entleert und gesperrt werden .

Doch auch Leitungen im Innern des Hauses können betroffen sein, wenn die Räume nicht ausreichend beheizt werden. Unter Fenstern, die sehr lange geöffnet oder gekippt sind, vergrößert sich die Gefahr, dass Rohre einfrieren, platzen und Wände, Bodenbeläge und Mobiliar in Mitleidenschaft gezogen werden. Deswegen gilt: auch in unbewohnten Räumen die Heizung bei Minusgraden nie ganz abstellen und regelmäßig stoßlüften. Der Verband empfiehlt eine Temperatur von 20 Grad Celsius für Wohnräume, etwa 23 Grad im Bad und um die 18 Grad in Schlafzimmern. Auch Lagerräume fürs Heizöl und solche, durch welche die Ölleitung verläuft, dürfen nicht zu stark auskühlen. Sonst kann sich das negativ auf die Konsistenz des Paraffins im Öl auswirken. Mögliche Folge: Leitungen verstopfen, die Heizung fällt aus.

Und ganz wichtig: Um gut und ohne Frieren durch den Winter zu kommen, sollte die Heizung regelmäßig durch den SHK-Fachmann gewartet werden. Adressen finden sich im Branchenbuch und unter http://www.wasserwaermeluft.de