Nicht ständig etwas anbieten

dpa

Von dpa

Mo, 19. Juni 2017

Liebe & Familie

So bringen Eltern ihren Kindern ein gesundes Essverhalten bei.

Eltern können schon früh die Weichen dafür stellen, dass ihr Kind ein gesundes Essverhalten entwickelt. So sollten sie bereits bei Babys auf Hunger- und Sättigungssignale achten. Das gilt auch bei Fläschchen: Portionsangaben auf den Packungen seien nur Orientierungswerte, erläutert das Netzwerk "Gesund ins Leben", schon Säuglinge seien in der Lage, ihre Milchmenge zu regulieren. Füttern Eltern ihr Baby nur, wenn es Hunger signalisiert, schulen sie langfristig ein gesundes Essverhalten des Kindes. So sollte ein Baby die Flasche nicht austrinken müssen. Wenn es aufhört zu trinken, heißt das in aller Regel: Es hat genug.

Außerdem lernen Kinder idealerweise früh feste Essenszeiten kennen, wie die Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung empfiehlt. Eltern sollten nicht ständig etwas zu essen anbieten. Kinder sollten im Buggy auch kein Brötchen in die Hand bekommen.

Und: Essen hat oft mit Emotionen zu tun. Quengelt das Baby wirklich, weil es Hunger hat? Nicht immer sollten weinende Säuglinge sofort gefüttert werden. Oft sind Babys müde oder wollen nur Aufmerksamkeit, bekommen sie stattdessen etwas zu essen, verknüpfen sie das miteinander. Das Gleiche gilt für den Fernsehabend der Familie: werden jedes Mal Chips dazu gegessen, verbinden Kinder das Zusammensein mit dem Essen. Generell sollten Süßigkeiten und Knabberkram aber nicht verboten werden – das macht sie nur besonders reizvoll.