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21. Oktober 2011

Neuer Solarpark in Appenweier: Drei Fußballfelder mit Solarmodulen

Appenweier erhält den zweitgrößten Solarpark der Ortenau.

APPENWEIER-URLOFFEN (obe). Appenweier schickt sich an, eine echte Solargemeinde im Land zu werden, zumindest was die reine Photovoltaik-Fläche angeht. In Urloffen-Zimmern sind bereits die Bauherren eines großen Solarparks zu Gange. Rund drei Fußballfelder misst umgerechnet der 1,9 Hektar umfassende Sonnenpark. Getoppt wird der Park nur von der 2005 in Kappel-Grafenhausen errichteten Riesenanlage auf 6,7 Hektar.

Zu den drei bisherigen Solarparks im Ortenaukreis zählt auch der in Willstätt-Sand, der jedoch mit nur 0,157 Hektar Solarfläche klein ausfällt. Die Windwärts Energie GmbH realisiert mit der Firma Solar Sepp die Freiland-Photovoltaikanlage auf der Konversionsfläche der ehemaligen Bodenaushubdeponie. Mit einer Leistung von 1,1 Megawatt Peak werde die Anlage pro Jahr 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, was letztlich Energie für rund 400 Haushalte bedeutet. Schon im Dezember soll der Sonnenpark in Betrieb gehen.

Vergangene Woche wurden die Bauarbeiten mit der Errichtung eines Zaunes um das Betriebsgelände gestartet. "Jetzt erfolgt der Bau der Unterkonstruktion für die Photovoltaikmodule", erläutert Stefan Dörner, verantwortlicher Projektleiter von Windwärts Energie, den Zeitplan. "Die Realisierung des Projektes basiert auf einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Appenweier und den Grundstückseigentümern", stellt Dörner fest. Wobei die Gemeinde kein Geld investiert hat. Für das grüne Projekt wurde das Bebauungsplanverfahren jedoch gesplittet. Laut Appenweiers Pressesprecher Michael Ackermann grenzt das Gelände infrastrukturell an die Gemeindeverbindungsstraße, die Ankopplung des Parks ans Netz sei unproblematisch. "Sehr wichtig ist für uns das Engagement

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zur Nutzung regenerativer Energie", be
tont Bürgermeister Manuel Tabor. "Mit
ten in der Ortenau garantiert der Solarpark unserer Bevölkerung und unserer Wirtschaft einen neuen Energiemix." Er sieht im Projekt einen wichtigen Baustein
für nachhaltige Stromgewinnung in Appenweier.

Ein Bürger-Solarpark wird es aber nicht, laut Windwärts-Pressesprecherin Monika Richter sind private Investoren mit nötigem Kleingeld bereits im Boot. Man schaue sich ständig um nach Flächen, die Ortenau sei besonders sonnenreich. "Im Norden muss man da enger kalkulieren." Mehr als 20 Jahre solle die Anlage Strom produzieren, die Grundstückseigentümer erhalten ein Nutzungsentgelt. Nach Stilllegung verstehe sich der vollständige Rückbau des Solarparks. Personal wird kaum gebraucht. Laut Richter sorgt ein Landwirt vor Ort in Appenweier für die Pflege der Fläche, zwischen den Solarmodulen sollen Schafe weiden. Zweimal im Jahr kommen Mitarbeiter zur Wartung, ein Installateur aus der Ortenau stehe bei Störungen bereit, die über ein Fernwartungssystem erkannt werden.



Solarpark Appenweier

Im Solarpark Appenweier kommen auf
einer Fläche von 1,9 Hektar, umgerechnet etwa vier Fußballfelder, 4608 Module
des Herstellers Hanwha zum Einsatz. Der mit den Photovoltaikmodulen erzeugte Gleichstrom soll mittels Wechselrichtern zu Wechselstrom umgewandelt und in das Mittelspannungsnetz des lokalen Netzbetreibers eingespeist werden. Rechnerisch kann die Anlage pro Jahr 400 Privathaushalte mit Sonnenstrom versorgen. Der Umwelt würden im Jahr durch das Projekt rund 1100 Tonnen Kohlendioxid und andere Schadstoffe aus konventionellen Kraftwerken erspart. Das Unternehmen Windwärts sitzt in Hannover und betreibt bereits 135 Wind- und 29 Solarenergie-Anlagen im In- und Ausland.  

Autor: obe

"WINDWÄRTS"

Der Solarpark-Betreiber Windwärts Energie GmbH, der mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt, ist wurde 1994 gegründet und sitzt in Hannover. Die Firma ist im Bereich Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasprojekten und als Initiatorin von nachhaltigen Kapitalanlagen tätig. Nach Unternehmensangaben wurden bereits 135 Windenergie- und 29 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 254 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 380 Millionen Euro realisiert. Tochterunternehmen sitzen in Frankreich,
Italien und Griechenland.
 

Autor: obe

Autor: bz