Mit Fingerfertigkeit und Freude

Pia Grättinger

Von Pia Grättinger

Di, 10. Dezember 2013

Reute

Die Musiker des Akkordeon-Clubs Reute zeigen, was mit ihren Instrumenten alles möglich ist.

REUTE. Dass das Akkordeon eines der vielfältigsten Instrumente ist, zeigten die Spieler des Akkordeon-Clubs Reute (ACR) bei ihrem Adventskonzert am Sonntag in der Eichmattenhalle. Es wurde viel geboten: Angefangen bei den Kleinsten über die Jugend bis hin zum Hauptorchester – alle hinterließen einen bleibenden Eindruck. Der Männergesangverein Reute bereicherte das Programm mit heiteren Liedern, die immer wieder das Publikum begeisterten und den Funken überspringen ließen.

Das Konzert war sehr gut besucht. Nicht nur von den Eltern und Großeltern der spielenden Kinder und Jugendlichen, auch andere Reutemer Bürger lauschten den Klängen der Akkordeonspieler, die mit viel Gefühl und Einsatz seit 20 Jahren unter Anleitung von Dirigent Florian Siegel üben.

Dafür wurde der eloquente Dirigent beim Konzert von Hubert Rombach vom Deutschen Harmonika-Verband, Bezirk Breisgau, unter lang anhaltenden Beifall des Publikums mit der goldenen Dirigentennadel ausgezeichnet. "Er versteht es immer wieder, sich selbst und vor allem die Spieler zu fordern und an ihre Grenzen zu bringen", sagte Rombach. Geehrt wurden außerdem noch Michael Siegel mit der Ehrenamtsplakette – er war 20 Jahre im Vorstand des ACR tätig und leitete zehn Jahre die Jugend. Für zehn Jahre im Vorstand wurde Vorsitzender Frank Hellstab vom Verband geehrt.

Mit dem Stück "New friends" von Jürgen Schmieder schaffte die Jugend gleich den richtigen Einstieg. Frank Sutter führte gekonnt durch das Programm. Beeindruckend war die "Veglin-Suite" von Jacob de Haan. Von dem viersätzigen Werk wurde der erste und vierte Satz gespielt, darin waren nicht nur klassischen Elemente, sondern auch Popmusik vertreten. Es folgte rockige Musik, die von der Jugend viel Fingerfertigkeit forderte – das galt auch für den südamerikanischen Pop-Tango.

Das Publikum dankte es mit viel Beifall. Flott legte das Schülerorchester los mit "Start up" und "Cha-cha". Danach folgte eine gespielte musikalische Weihnachtsgeschichte mit dem Nikolaus, der nicht wusste, mit was er die Kinder beschenken soll. Die Kinder brachten den Nikolaus auf die Idee, Musikinstrumente zu verschenken – die weihnachtliche Einlage kam gut an beim Publikum.

Als starke und imposante Truppe präsentierte sich das Hauptorchester, das mit dem "Jubilee-Marsch" von Adolf Götz, gleich den richtigen Ton traf. Es war hörbare Freude, die die Orchestermitglieder beim gemeinsamen Musizieren zeigten. Sie verstanden es, den Spaß und die Freude am Konzertieren überspringen zu lassen. Eine bunte Mischung aus Klassik, Pop und Rock’n’Roll folgte. Dabei war auch "At the Hop" und "Girls, girls, girls". Zum Abschluss folgte "It’s raining men" von den Weather Girls und "Rockin all over the world" von Status Quo.

Dirigent Florian Siegel führt seine Musikerinnen und Musiker unauffällig: Er kam ohne große Gesten aus – ihm genügten gelegentliche schwingende Armbewegungen und kleine Fingerzeige, um die Einsätze passgenau zu geben. Es war ein Konzertnchmittag, der zeigte, wie anspruchsvoll moderne Akkordeonmusik sein kann.