Popmusik, Volkslieder, Sinfonisches

Georg Voss

Von Georg Voss

Mi, 09. Dezember 2015

Reute

300 Besucher kamen zum Adventskonzert des Akkordeon-Clubs Reute.

REUTE. Die Tische in der Eichmattenhalle waren festlich gedeckt. Rund 300 Gäste kamen auf Einladung des Akkordeon-Clubs Reute zum unterhaltsamen und abwechslungsreichen Adventskonzert.

Angekündigt waren das Jugend- und Hauptorchester sowie der Kirchenchor als Gast. Zuvor erinnerte der Vorsitzende Frank Hellstab an die erfolgreich abgeschlossenen Lehrgänge im Früh- und Spätjahr sowie an das Jubiläumskonzert "Reute rockt" im Juni. Hellstab: "Es war ein Spektakel, wie es das in Reute noch nie gegeben hatte."
Simone Nübling führte durch das Programm, die Jugend des Akkordeon-Clubs unter Leitung des Dirigenten Florian Siegel machte den Auftakt. Der Akkordeonklang wurde durch Keyboard, Schlagzeug und Percussion unterstützt. Nach einem Cha-Cha-Cha wurde es mit der aus Böhmen stammenden Ronny-Polka lebhafter. Absolut im Trend lag das Orchester mit "Disco Fieber" von Michael van Boxel. Zum Klatschen forderten die jungen Musiker mit dem fröhlichen "Liquido" von Narcotic heraus. Daraufhin gab es mit "Red Roses for a blue lady" einen Klassiker als Zugabe.

Unter der Leitung von Thomas Spurny setzte dann der Kirchenchor Reute mit geistlicher Musik andere vorweihnachtliche Akzente wie etwa mit "Auf, auf, es kommt der Tag", einem Volkslied aus der Steiermark.

Lauter, anspruchsvoller und vor allem dynamischer wurde es beim Auftritt des Hauptorchesters. Gleich zu Beginn stellte der Akkordeon-Club mit "Free World Fantasy" aus der Feder des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jacob de Haan sein Können unter Beweis. Dieses mehrteilige Werk lässt den Traum von einer Welt ohne Krieg aufleben, ist eine Verschmelzung von Unterhaltungsmusik und ernster Musik und enthält sowohl laute rhythmische als auch lyrische Passagen. Das Lied erinnert an Marsch- und und Militärmusik, bevor es mit einem Siegesmarsch endet – und schließlich das Ende aller Kriege beschwört.

Dass sich die Musikstile der Orchester im Laufe der vergangenen Jahre gewandelt haben und das Repertoire reichhaltiger und ausgewogener geworden ist, demonstrierte auch das Hauptorchester unter Leitung von Florian Siegel. So begab sich das Akkordeonorchester auf eine Zeitreise durch die Popmusik, angefangen bei "Power of Love" von Jennifer Rush aus dem Jahr 1984 bis zum aktuellen Hit "All about that bass" von Meghan Trainor, der für Akkordeon von Jürgen Schmieder arrangiert wurde.

Ohrwurmverdächtig war Coldplays "Viva la Vida" – das Hauptorchester ließ das Leben hochleben und begeisterte die Besucher. Ein musikalisches Highlight gab es dann noch mit der Akkordeonbearbeitung des Eagles-Klassiker "Hotel California" zu hören – ein Stück mit schönem ruhigen Rhythmus und einem schwungvolleren Refrain. Klassisch mit Marschmusik endete das mit Beifall bedachte Adventskonzert schließlich.