Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

09. Februar 2011

5000 Patienten im Jahr sind das Ziel

Krankenhausförderverein unterstützt das Kreiskrankenhaus Rheinfelden nachhaltig / Rolf Karrer freut sich über die Entwicklung.

  1. Der Geschäftsführer der Kreiskliniken, Armin Müller (links), stellte bei der Hauptversammlung seine Arbeit vor, Jacqueline Dumont wurde vom Vereinsvorsitzenden Rolf Karrer als Kassiererin verabschiedet. Foto: Hirschberger

RHEINFELDEN. Der Förderverein Kreiskrankenhaus Rheinfelden blickt auf ein "außerordentlich positives" Vereinsjahr zurück, sagte der Erste Vorsitzende Rolf Karrer bei der Hauptversammlung am Montag. Besonders hob er die Besetzung der Chefarztstelle zum 1. Oktober hervor, um die der Förderverein gekämpft hatte. Der Förderverein unterstützte das Krankenhaus im Vereinsjahr durch Anschaffungen in Höhe von 13 000 Euro.

Mitglieder des Fördervereines Kreiskrankenhaus hatten 6000 Unterschriften gesammelt und im Landratsamt übergeben um die Chefarztstelle zu erhalten. Zum 1. Oktober 2010 sei diese Stelle mit dem "Eigengewächs" der Kliniken GmbH, mit Dr. Reiner Haag, optimal besetzt worden. Die Belegungsdichte der inneren Abteilung sei auf die Dauerhöhe von 50 bis 60 Betten gestiegen. Rolf Karrer freute sich: "Wir sind froh, dass er da ist".

Im vergangenen Vereinsjahr war der Vorstand erst bestätigt worden. Doch für Kassiererin Jacqueline Dumont muss bereits eine neue Besetzung gefunden werden, sagte Karrer. Sie geht beruflich nach Stuttgart und freut sich auf die Arbeit in der Datenzentrale. Die Nachfolgefrage ist noch nicht geregelt. Jacqueline Dumont wurde mit einem Blumenstrauß und Dank für die Leistungen verabschiedet.

Werbung


Der Verein feierte im abgelaufenen Jahr das zehnjährige Bestehen. Im Juni 2010, resümierte Karrer, ist Geschäftsführer Dieter Ahlbrecht in den Ruhestand gegangen. Mit seinem Nachfolger, Armin Müller, habe sich der Wunsch nach einer offenen und fairen Zusammenarbeit problemlos umsetzen lassen.

Armin Müller stellte sich und seine Arbeit vor. Er sprach vom Case Mix Index, der sich als Maß für den relativen ökonomischen Ressourcenaufwand an der Schwere der Patientenfälle misst. Mittlerweile werden die Krankenhäuser abhängig von der Krankheit bezahlt und nicht mehr nach Liegezeiten. Müller zeigte beeindruckende Zahlen und erinnerte daran, dass die Patienten die Klinik selbst aussuchen können. Ein Krankenhaus müsse gut sein, damit die Patienten nicht abwandern. Der Geschäftsführer der Kreiskliniken GmbH forderte: "Es muss aufhören, dass die Patienten von hier anderswo hinfahren". Eine der Kernaufgaben sei, dass die Menschen, "die aus unserem Gebiet kommen, in unserem Gebiet behandelt werden". Müller beschrieb die Wertefindung, die von Mitarbeitern in Workshops erarbeitet wurde. Daraus seien fünf Werte entstanden, die als Ziel und Orientierung dienen. Als Ziel ("ohne Ziele setzen, ist kein erfolgreiches Wirtschaften möglich, sagte er) hat der rührige Geschäftsführer die magische Zahl 5000 im Auge: 5000 Patienten pro Jahr im Kreiskrankenhaus Rheinfelden.

Müller sprach über Investitionen, die den Krankenhausablauf erheblich erleichtern können, zum Beispiel die Digitalisierung der Röntgenbilder. Zur Anschaffung eines MRT/CT bestünden die baulichen Voraussetzungen derzeit nicht, sagte er. Ende März wird per Tagesmutter für die Krankenhausangestellten die Möglichkeit der Kinderbetreuung eingerichtet. Am 17. Juli findet ein Tag der offenen Tür im Kreiskrankenhaus statt. Der Förderverein Kreiskrankenhaus hat 2010 einen mobilen Therapiestuhl für Chemotherapie, zehn Bibeln für die Seelsorge, ein Kunstwerk für das Café und Desinfektionsstationen am Klinikeingang finanziert. Michael Griesch, Betriebsratsvorsitzender, dankte dem Verein dafür und betonte, dass sich das Krankenhaus diese Annehmlichkeiten sonst nicht leisten könne.

Vorstand: 1. Vorsitzender Rolf Karrer, 2. Vorsitzender Wilhelm Staufenbiel und Schriftführerin Angelika Mayer.

Mitglieder: 710

Autor: Danielle Hirschberger