Sturm

Burglind fällt in Rheinfelden etliche Bäume

Verena Pichler

Von Verena Pichler

Mi, 03. Januar 2018 um 17:17 Uhr

Rheinfelden

Das Orkantief Burglind fegte auch über den Hochrhein hinweg. Im Bereich Rheinfelden fielen ihm etliche Bäume zum Opfer – verletzt wurde aber niemand.

Gegen 13 Uhr war alles vorbei – doch in den Morgenstunden fegte Orkantief Burglind über den Hochrhein hinweg und hielt Einsatzkräfte der Stadt und der Feuerwehren auf Trab. Auch am Donnerstag werden die Mitarbeiter der Technischen Dienste noch mit Aufräumen beschäftigt sein.

Schwörstadt

In Schwörstadt und Dossenbach fiel gegen 11 Uhr der Strom aus. Umgestürzte Bäume hatten Fallleitungen beschädigt. Wie Alexander Lennemann, Sprecher der Energiedienst AG, auf BZ-Nachfrage erklärte, waren rund 40 Mitarbeiter im Dauereinsatz, um die Schäden zu beheben. Gleiches galt für die Feuerwehr, die mit sämtlichen Fahrzeugen im Einsatz war, um Bäume von den Straßen zu räumen. Richtung Dossenbach und Schopfheim ging zeitweise nichts mehr. Nach rund zwei Stunden war der Strom in Schwörstadt wieder da.

Rheinfelden

Wüst sah die Stadt nach Burglind aus, besonders herumfliegender Müll und Papier machte den Mitarbeitern der Technischen Dienste in der Innenstadt zu schaffen. "Es scheint eine Verbindung zu geben: Immer wenn es kräftig stürmt, ist entweder Altpapiersammlung oder die Gelben Säcke stehen draußen", sagt Matthias Huber, Leiter des Baubetriebshofs, und kann am Mittwochnachmittag sogar wieder lachen.

Vormittags sah das allerdings anders aus, die kräftigen Böen hatten etliche Bäume gefällt. "Wir mussten zum Beispiel des Hauptfriedhof und den Friedhof in Karsau sperren, auf beiden waren je vier Bäume umgefallen", so Huber. Im Herbert-King-Park hat eine Zeder den Sturm nicht überlebt, der knorrige Baum knickte ab. Für weitere Einsätze rückte der Technische Dienst zum Beispiel nach Minseln aus, wo ein umgeknickter Baum das Dach der Grillhütte am Mättlekreuz beschädigte, am Rathaus in Herten lockerte der Sturm mehrere Dachziegel.

Auch wenn der Sturm sich am Nachmittag legte – Huber und seine Leute werden auch den heutigen Donnerstag mit Aufräumen verbringen. "Der Wetterbericht sagt starken Regen hervor. Das wäre nicht so gut." Auch im Forst wird heute gearbeitet und die teils gesperrten Waldwege wieder freigeräumt. "Alles in allem sind wir glimpflich davon gekommen, zum Glück gab’s keine Personenschäden", so Huber. Laut Polizei gab es im Stadtgebiet lediglich einen Unfall wegen des Sturms: Ein Autofahrer fuhr auf auf der L139 zwischen Degerfelden und Minseln auf einen umgestürzten Baum.

Die Landstraße war zwischenzeitlich gesperrt, ebenso die K6336 bei Karsau. Feuerwehrkommandant Dietmar Müller attestiert "wieder mal Glück im Unglück" für die Stadt. Insgesamt hatte die Freiwillige Feuerwehr im Tagesverlauf 17 gemeldete Einsatzstellen abzuarbeiten. Diese lagen über alle Ortsteile des Stadtgebietes verteilt. In der Regel handelt es sich dabei um umgestürzte Bäume, die Straßenverläufe blockierten. In einem Fall wurde das Dach einer Firma im Gewerbegebiet Schildgasse leicht in Mitleidenschaft gezogen.

In Adelhausen warf Burglind gleich mehrere Tannen um, in der Grossmattstraße wurde ein Dach abgedeckt. "Dort wo Durchfahrt (insbesondere auch für den Rettungsdienst) erforderlich war, wurden die Bäume von uns zersägt", so Müller in seiner ersten Bilanz weiter. Insgesamt waren acht der zehn Abteilungen mit neun Fahrzeugen und 38 Kräften im Einsatz.

Einen besonderen Schutzengel hatte am Mittwoch Helmut Bär von der BI Tunnel Karsau-Minseln. Als er gerade in Karsau eine Akazie passiert hatte, stürzte diese auf die Straße. "Ein Sekunde später, und es hätte mich erwischt", so Bär.

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