Die "Buure" haben es richtig drauf

Leony Stabla

Von Leony Stabla

Di, 05. Februar 2013

Rheinfelden

Vier Stunden lang halten die Minsler Vereine mit Gästen die Besucher bei bester Laune / Viele witzige Szenen auf der Bühne.

MINSELN. Ein unterhaltsames, vierstündiges Programm stellten die Minsler Vereine beim Buure-Obend 13 auf die Beine. Unterstützung erhielten sie am Samstag von den Nachbarn in Karsau und Adelhausen. Auch die neuen "Schlössle-Hexen" waren mit von der Partie.

Als Gastgeber begrüßte Simon Maier, neuer Vorsitzender der "Letschte Buure vom Dinkelberg", die Vertreter von "Froscheclique", "Mohren Clique" und den neu gegründeten "Schlössle-Hexen". Die Nachbarzunft Karsau hieß mit ihrer Königin Sabrina I. die Zuschauer willkommen . Die Gäste starteten direkt ins Programm. Mit einem mitreißenden Zombietanz in grusliger Verkleidung verbreitete die Zunftgarde Karsau sofort die richtige Stimmung für einen lustigen Abend.

Als "Gute-Nacht-Geschichte" kündigte Christian Neumann, Ehrenmitglied der Buure, der durch den Abend führte, den nächsten Programmpunkt an. Doch an Schlaf war dabei nicht zu denken. Urkomisch führte die Frosche-Jugend ihre Interpretation des Märchens "Aschenputtel" auf, was die Zuschauer mit sehr viel Gelächter und Applaus belohnten.

Dann waren die neuen Hexen an der Reihe. In einem Sketsch zeigten sie wie schnell es gehen kann, eine Hexe zu werden, wenn man sich zu nächtlicher Stunde im Oberdorf herumtreibt. Zum Einstand brachten sie etwas zum Anstoßen mit: "Etwas aus unserem Hexenkessel", wie Claudia Elsasser, Vorsitzende der Schlössle-Hexen, erklärte.

Das Thema griffen auch die nächsten Akteure in ihrer Darbietung auf, denn die Aerobic- und Frauengymnastikgruppe Minseln führte mit Hilfe von ein paar Alten Herren des SC Minseln einen Hexentanz auf. Mit viel Elan schwangen sie die Hexenbesen und rührten ein qualmendes Gebräu in ihrem Hexenkessel an. Das Publikum forderte begeistert eine Zugabe und bekam diese auch direkt präsentiert.

Auf ihre gewohnt witzige Art und Weise führte das "RaSpel-Duo" Martina Rauscher und Erika Spettel einen Sketsch auf, in dem es zwei ältere Damen parodierte, die sich auf ein Schnäpschen treffen und den neusten Tratsch austauschen.

Auch nach der Pause kamen die Lachmuskeln nicht zur Ruhe. Johannes Voegele, der mit seinen 13 Jahren zum vierten Mal am Buure-Obend auf der Bühne stand, beschwerte sich als Bestatter in einer amüsanten Büttenrede auch darüber, dass ihm die Stammkundschaft ausbleibe. Das Publikum lachte Tränen.

Ins Märchenland zurück ging es mit der Mohrenclique. Sie zeigte ihre Version von "Hänsel und Gretel", in der die Kindern von ihren Eltern vor die Tür gesetzt wurden, weil sie zu viel vor dem Computer gesessen saßen. Nach einer Reise durch das Dorf wurden sie am Schluss von den Mohren aufgenommen. Die musikalische Seite kam nicht zu kurz, denn der Gesangverein dichtete das Volkslied der "Schwäb’sche Eisebahne" um und trug so seine Schnitzelbank gesungen vor.

Eine außergewöhnliche Idee hatte auch die Fitnessgruppe aus Adelhausen. In der finsteren Halle führten sie von Schwarzlicht beleuchtet einen drolligen Vogel-Strauß-Tanz auf. Die Akteure waren nicht zu sehen, nur die gelb-leuchtenden Vögel mit Körpern aus rosa Federn.

Den krönenden Abschluss im Programm machte die Froscheclique mit ihrer Parodie über das Jahreskonzert des Musikvereins. Auf Luftpumpen spielte sie den "Ungarischen Tanz Nr.5", "My heart will go on" und "Kreuzberger Nächte". Der Saal tobte. Als sie als Zugabe das "Badner Lied" anstimmte, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen. Stehend und klatschend sang der ausverkaufte Saal zwei badische Strophen.

Weitere Fotos vom Buure-Abend in Minslen gibt es online unter http://mehr.bz/buure