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31. Juli 2014

Nachtmeeting der TV-Leichtathleten

Die Speerwerfer könnten im Europastadion Akzente setzen

Nachtmeeting der TV-Leichtathleten steht unter besonderen Vorzeichen / Mit einem Kunstrasenplatz ist es aus mit Speerwurf.

  1. Beeindruckende Szenen: Stabhochsprung beim Nachtmeeting Foto: Archivfoto: meinrad Schön

RHEINFELDEN (rs). Vom Timing her hätte es nicht besser sein können: Vor Wochenfrist wurde im Gemeinderat die Voruntersuchung für eine Diskussion um ein Sportkonzept vorgestellt, mit der Empfehlung, das Europastadion mit einem Kunstrasenplatz auszustatten, am Freitag steht das Nachmeeting der Leichtathleten des TV-Rheinfelden im Kalender. Und weil die Starterliste hochkarätig ist und das Wetter stimmen soll, hat Abteilungsleiter Thomas Rist kurzerhand auch die Gemeinderäte und den Oberbürgermeister ins Stadion eingeladen, "um zu zeigen, welche Stimmung in diesem Stadion herrschen kann" – von der Anlage her sei das Stadion toll, findet Rist, allerdings bestehe größerer Sanierungsbedarf.

Bisher sind für das Nachtmeeting 130 Meldungen eingegangen, Rist geht davon aus, dass es am Ende wieder gegen 200 Starter sein werden – vor allem Teilnehmer aus der Schweiz warten gerne ab, wie das Wetter wird. Prognostiziert sind 27 Grad und eine nur geringe Niederschlagsneigung.

50 Helfer sind im Einsatz, wobei der TV Unterstützung von einem Team des TuS Lörrach-Stetten mit Christoph Geißler und Roland Müller erhält, das sich um die Stabhochsprunganlage kümmert. Am Start sind einige Leichtathletikgrößen der Region, etwa der Basler Kugelstoßer Gregory Ott oder Weitspringerin Saskia Kossmann aus Offenburg, das Lörracher Hochsprungtalent Carolin Machlewski und der Weitspringer Christopher Ullmann aus Weil, der mit einer persönlichen Bestweite von 7,29 Metern anreist. Rist hofft auch, dass der Karsauer Hochspringer Sven Tarnowski kommt, der allerdings seit einiger Zeit in Leverkusen trainiert. Die beiden Stars der Veranstaltung sind zwei Speerwerfer aus dem Ausland: Cyrus Hostetler und Mathilde Andreaud. Hostetler war 2012 in London Olympiateilnehmer für die USA und hält sich derzeit in Offenburg bei Speerwurfbundestrainer Werner Daniels auf, wo er bisweilen auch mit Weltmeisterin Christina Obergföll trainiert. Seine Bestmarke liegt bei 83 Metern. Andreaud kommt aus Nizza und hat am Diamond-League-Meeting in Monaco teilgenommen – das ist ungefähr die Championsleague der Leichtathletik. Die Französin – Bestweite 60 Meter – will sich auf die Europameisterschaften Mitte August in Zürich vorbereiten.

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Die Speerwerfer kämen immer gerne zu dem Rheinfelder Meeting, sagt Rist, weil sie es toll finden, unter Flutlicht zu werfen, das den Speer während des Flugs erhellt. Doch ausgerechnet mit dem Speerwurf könnte es vorbei sein, wenn der Vorschlag der Sportplatzgutachter tatsächlich umgesetzt werden sollte: Auf einem Kunstrasenplatz wäre das Speerwerfen verboten, weil dadurch der Unterbau des Kunstrasens beschädigt würde.

Doch nicht nur deshalb hält Rist nicht besonders viel davon, ausgerechnet das Stadion vorzuziehen, sinnvoller sei es, die beiden Trainingsplätze mit einem Kunstrasen auszustatten, die auch während des Winters komplett belegt seien. Wenn das Stadion einen Kunstrasenplatz erhält, um darauf Fußball zu trainieren, dann seien die Kollisionen der Trainingszeiten mit den anderen Nutzern vorprogrammiert, ist Rist überzeugt.

Nachtmeeting: Freitag, 1. August, im Europastadion von 10 bis 23 Uhr, zum Abschluss Feuerwerk (aus der Schweiz)

Autor: rs