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18. Oktober 2013

Hand in Hand mit den Unternehmen

Über 250 Gäste bei den fünften Wirtschaftsgesprächen/OB Klaus Eberhardt knüpft Entwicklung der Stadt an die Wirtschaftskraft.

  1. Alles gut vorbereitet: Für jeden Gast lag ein Namenskärtchen bereit. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  2. Nach den Reden kam das Gespräch: Bundestagsabgeordneter Armin Schuster tauschte sich mit Alu-Chef Alois Franke aus und es gab erste Kontakte zu Wirtschaftsförderer Elmar Wendland (rechts) Foto: Ingrid Böhm-Jacob

RHEINFELDEN. Der Wirtschaftsstandort bietet noch viel Entwicklungspotenzial. Dies kam bei den fünften Wirtschaftsgesprächen der Stadt deutlich zum Ausdruck. Einmal mehr lenkte die Veranstaltung den Blick auf die Leistungskraft vor Ort und ein vielschichtiges Unternehmensprofil, das lokales und regionales Selbstbewusstsein und Vertrauen stärkt. Über 250 geladene Gäste aus Wirtschaft, Gewerbe, Handel, Dienstleistung und der Politik machten sich am Mittwoch mit der noch weitgehend unbekannten "Welt der Logistik" vertraut und pflegten den Gedankenaustausch.

Politik braucht Wirtschaft
Oberbürgermeister Klaus Eberhardt hat das Motto mit Bedacht gewählt. Mit der Grieshaber Logistics Group hat sich ganz frisch ein Großunternehmen zwischen Warmbach und Herten angesiedelt, das sich noch im Ausbau befindet und schrittweise von diesem verkehrsgünstigen Standort an der A861 Fahrt aufnimmt. In seiner Einführung zeigte Eberhardt die Verknüpfungen von Wirtschaft und Kommunalpolitik auf: "Nur auf einer wirtschaftlichen, soliden Grundlage können wir uns in der Politik erlauben, überhaupt über neue Projekte und deren Prioritäten nachzudenken". Stadtentwicklung und Infrastruktur hängen wesentlich von der Wirtschaftsentwicklung ab. Die Anstrengungen dafür tragen zur Sicherheit bei.

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Wünsche nehmen Gestalt an
In seinem Rückblick kam Eberhardt zur Einschätzung, dass die vor einem Jahr formulierten Ziele auch Gestalt annehmen. Dazu gehört die inzwischen gegründete Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die sich ein Gewerbekataster, die Planung des neuen Gewerbegebiets "Einhäge" und die Verbesserung der Geschäftssituation zur Aufgabe mache.



Handel und Industrie
Als "Lichtpunkt" bezeichnete der OB die Landesförderung des Sanierungsgebiets "Stadtmitte-West". Eberhardt machte aber auch deutlich, dass es nicht reichen wird, das alte Kaufhaus Blum zum modernen Hochrheincenter auszubauen. Damit im Stadtzentrum ein dauerhafter Aufschwung einsetzte, werden weitere bauliche und geschäftliche Entwicklungen benötigt auch mit Verkehrsverbesserungen. Nur dann lasse sich auf Dauer ein "konkurrenzfähiger Einkaufs- und Dienstleistungsstandort bilden". Der Dialog mit der chemischen Industrie zum strittigen Bebauungsplanverfahren Grendelmatt III führe zu einer "einvernehmlichen Planungslösung". Dort soll nächstes Jahr eine Bebauung erfolgen. Der OB wertete die Überwindung der strittigen Punkte als "deutliches Zeichen, dass die politischen Parteien hinter der Wirtschaft und den Betrieben stehen". Damit bestehe eine wesentliche Voraussetzung zur Stärkung des Industriestandorts Hochrhein.



Chancen für den Adelberg

Für das Adelberg-Projekt stehen nach dem Scheitern des Modells im Sommer die Zeichen wieder auf einvernehmlichen Lösungen mit den Eigentümern und baldige "Neuausschreibung dieses wertvollen Grundstücksbereichs in Nähe zum Rhein". Eine Lösung, die sich am Markt orientiere, stehe dabei im Raum.

Wirtschaft schafft Infrastruktur
Wirtschaft braucht Unterstützung der Politik, umgekehrt profitiert die Stadt von einer funktionierenden Wirtschaft. Der Oberbürgermeister machte "das gute Verhältnis" auch am Spendenbericht der Stadt fest und Initiativen, die Standortfaktoren verbessern. Dazu gehören die Firma Osypka, die das Kinderhaus in Herten fördert, Unternehmen, die sich im lokalen Bündnis für Familie und Arbeit engagieren, sowie BASF in Herten und Energiedienst am Adelberg, die Grundstücke für den Wohnungsbau einbringen. Mit dieser Unterstützung "tragen Sie wesentlich zu unserer Stadtgemeinschaft bei", betonte der OB.

Ansiedlung im Spannungsfeld
Eberhardt sprach aber auch an, was im Zusammenhang im Gewerbegebiet Rheinfelden-Süd mit Grieshaber Logistik als politische Erfahrung taufrisch in Erinnerung ist: Noch keiner Wirtschaftsförderung sei es gelungen einen Betrieb anzusiedeln, der keine Immissionen verursache und sich nicht auf Ökologie und Verkehr auswirke. Dennoch stelle sich die Ansiedlung für die Stadt als richtig dar, weil logistische Dienstleistungen notwendig sind. (Siehe Grieshaber Logistics Group auf

Ein Fotoalbum zum Abend gibt es im Internet unter: mehr.bz/wirtschaftsgespraeche

ZITAT

"Die Tatsache, dass wir über eine bessere Versorgung, neue Infrastruktur und Stadterneuerung überhaupt nachdenken können, verdanken wir dem soliden Wirtschaften unserer Betriebe und deren qualifizierter Arbeitnehmerschaft."

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt erteilte den Unternehmen in der Stadt in seiner Begrüßungsrede bei den fünften Wirtschaftsgesprächen ein hohes Lob für ihre Anstrengungen.  

Autor: ibö

Autor: Ingrid Böhm-Jacob