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25. Januar 2016 18:18 Uhr

Ein Gitarrenquartett spielt bei Jugend musiziert

Lampenfieber gehört dazu

Für Musikschüler stellt die Teilnahme am Regionalwettbewerb von Jugend musiziert eine besondere Herausforderung dar, sie motiviert aber auch.

  1. Finn Dallügge, Enrico Margarjan, Ronja Schwesig und Julia Allgaier freuen sich auf den Wettbewerb Foto: Sarah Nöltner

Am letzten Januar-Wochenende findet der Regionalwettbewerb Jugend musiziert statt. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Ein Gitarren-Quartett aus Rheinfelden nimmt in diesem Jahr erstmalig teil.Die 11-jährigen Julia Allgeier, Ronja Schwesig, Enrico Margarjan und Finn Dallügge wollen beim Wettbewerb ihr Können unter Beweis stellen. Sie alle spielen schon seit drei oder vier Jahren Gitarre. Gemeinsam im Quartett musizieren die Vier seit einem Jahr, erzählen sie. Die wöchentliche Quartett-Probe findet als Ensembleunterricht statt, der in der Musikschule zusätzlich zum Einzelunterricht erteilt wird.

Am Ensemblespiel gefällt ihnen vor allem, dass es "toll klingt", ihnen macht das Zusammenspielen mehr Spaß, als allein zu spielen, beschreiben sie. Sie haben Freude daran, spielend herauszufinden, was klanglich mit vier Gitarren möglich ist. Zur Gitarre gekommen sind sie aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Finn erzählt, sein Papa habe mal in einer Band Gitarre gespielt, und das habe er dann auch gewollt. Julia wollte einfach gern Gitarre spielen, Ronja gefiel auch die Gitarre gut und Enrico erzählt, seine Eltern hätten gewollt, dass er ein Instrument lernt, und Gitarre habe ihm gut gefallen, weil man da ja auch in Bands spielen könne.

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Am Wettbewerb wollen sie teilnehmen, weil ihr Lehrer Folker Bakowski es ihnen vorgeschlagen hat. Es ist für alle vier die erste Wettbewerbsteilnahme und natürlich sind sie ein wenig aufgeregt. Beim Konzert "Gitarre live" in der Musikschule eine Woche vor dem Wettbewerb präsentierten sie sich schon souverän.

Der Wettbewerb motiviert
Ihr Wettbewerbsprogramm umfasst Werke aus zwei musikalisch weit voneinander entfernt liegenden Epochen: Neben Stücken aus der Renaissance von John Dowland spielt das Quartett Zeitgenössisches von Francis Kleynjans und Bruno Szordikowski. Die Stücke hat Gitarrenlehrer Bakowski für das Ensemble ausgewählt, und den Schülern gefallen sie. Bakowski erzählt, die Wettbewerbsbedingungen erfordern in der Altersgruppe des Quartetts ein Programm, das zwei unterschiedliche Epochen umfasst. Und sowohl bei den alten wie auch bei den zeitgenössischen Werken erlebe er seine Schüler immer als "offen für Neues".

Zusammenspiel ermöglichen
Ihm als Lehrer sei es wichtig, seinen Schülern das Zusammenspiel zu ermöglichen, da sei der Wettbewerb ein willkommener Anlass. Das Ensemblespiel mit anderen auf gleichem Niveau sei für die Schüler wichtig und schön zugleich, meint er. Und dass es diese Vier, obwohl sie alle schulisch schon stark eingebunden sind, so gut schaffen, sich auf den Wettbewerb vorzubereiten, sei schon eine tolle Leistung. Die Wettbewerbsteilnahme sei für die Schüler motivierend, die ihr Programm nun schon ein gutes halbes Jahr üben. Die Teilnehmerzahlen bei "Jugend musiziert" erlebt Bakowski als rückläufig, als Ursache vermutet er die im Vergleich zu früher stärker gewordene schulische Einbindung im Zusammenhang von Nachmittagsunterricht, G 8 und Ganztagsschule.

Der Wettbewerb Jugend musiziert möchte junge Instrumental- und Gesangsschüler fordern und fördern. Er findet seit 1963 in Deutschland und Österreich auf Regional-, Landes- und Bundesebene statt.

Autor: Sarah Nöltner