Filialvergrößerung

Rheinfelden: Volksbank zieht ins Hochrheincenter

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Di, 11. September 2018 um 17:06 Uhr

Rheinfelden

Die Volksbank Rhein-Wehra will ins Hochrheincenter II umziehen. Kunden sollen auf 500 Quadratmeter Fläche betreut werden – persönlich, aber auch digital.

Das Hochrheincenter II (HRC II) finde sowohl bei gewerblichen Nutzern als auch bei Käufern der Wohnungen sehr großes Interesse, sagte Investor Rolf Brugger am Dienstag bei einem Termin in den Räumen der Volksbank Rhein-Wehra. Das genossenschaftlich getragene Finanzinstitut wird einer der Nutzer sein. Mit rund 500 Quadratmetern Fläche möchte die Volksbank die neue Geschäftsstelle Rheinfelden zu einem "Kompetenzzentrum am Hochrhein" ausbauen, wie Werner Thomann, Vorstandsvorsitzender des Instituts, bei dem Pressetermin mitteilte, an dem auch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, Wirtschaftsförderer Elmar Wendland von der WST, der Geschäftsstellenleiter der Rheinfelder Filiale, Christian Frank, und Kundenberater teilnahmen.

Thomann spricht von einzigartigen Arbeitsplätzen in der Region – mit "Coolness für die Zukunft".
Voraussichtlich ab Mitte 2020 will die Volksbank Rhein-Wehra die neue Geschäftsstelle im Hochrheincenter präsentieren. "Wir haben ein wahnsinniges Wachstum", meinte Thomann. Im Erdgeschoss soll es laut Thomann einen großen Selbstbedienungsbereich geben. Auch der Zugang zu Bankschließfächern gehört dann neu zum erweiterten Service. Thomann berichtete, dass junge Leute heute ihre "Filiale in der Tasche" hätten. Damit spielte er auf App-gebundenes Banking per Smartphone an. Apps würden auch im Erdgeschoss der neuen Geschäftsstelle eine Rolle spielen, sagte er, ohne auf weitere Einzelheiten einzugehen. Dafür verwies er auf spätere Presseinformationen. Allerdings sagte Thomann: "Hier werden moderne, zukunftsorientierte Arbeitsplätze geschaffen" im digitalen Kassenservice mit "Coolness für die Zukunft". Die Arbeitsplätze würden einzigartig in der Region sein. Vielleicht, so mutmaßte er, würden sie vielleicht auch den ein oder anderen aus der Umgebung und der Region dazu bringen, an diesen Arbeitsplätzen tätig sein zu wollen.

Auch im Obergeschoss steht das Konzept schon. Dort sollen Beratungsleistungen angeboten werden, von der Baufinanzierung über Vermögensbetreuung und Firmenkundenbetreuung bis zum Immobilienbereich. "Die Berater machen in Zukunft das Mehr aus", sagte Thomann.

Umzug soll Mitte 2020 geschafft sein

Der direkte Zugang zu den Räumlichkeiten im Obergeschoss über die zum Gebäude gehörende Tiefgarage schaffe zusätzliche Diskretion und Komfort für die Kunden. Man investiere jetzt in die Zukunft, da man auch weiter in Rheinfelden sesshaft sein wolle.

Das freute natürlich Oberbürgermeister Eberhardt sehr, denn "ein Standbein in einer Branche" reiche nicht aus. Es brauche Diversifizierung. "Sonst ist bei Banken oft von Rückzug die Rede, aber Sie gehen in eine strategische Pole-Position."

Auch Brugger freute sich über das Interesse der Volksbank am HRC II, bei dem man erheblich mehr Komplexität vorgefunden habe als bei Bau des ersten Hochrheincenters. Er strebe an, hoffentlich pünktlich Richtfest feiern zu können.

Die aktuelle Geschäftsstelle in der Friedrichstraße ist laut Thomann nur halb so groß wie die neue 500-Quadratmeter-Fläche im HRC II. Zur Zahl der Mitarbeiter, die ab 2020 dort arbeiten sollen, wollte der Vorstandsvorsitzende zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage machen.