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20. Dezember 2008
Sorge um die Abwertung des Krankenhauses
Förderverein fordert Chefarzt.
RHEINFELDEN (BZ/ibö). Der Förderverein Kreiskrankenhaus gibt sich mit der chefärztlichen Besetzung der Inneren Medizin durch eine "Teilzeit-Chefärztin", die ihre Arbeitszeit auf die Krankenhäuser Schopfheim und Rheinfelden aufteilt, nicht zufrieden. In einem offenen Brief wendet sich der Zweite Vorsitzende Wilhelm Staufenbiel mit der nachdrücklichen Forderung an Landrat Walter Schneider, die Chefarztstelle für die Abteilung in Rheinfelden zu erhalten.
Im Namen des Vorstands, der sich nach dem Treffen Ende November mit dem Landrat ausgiebig mit der Leitungsfrage befasst hat, teilt Staufenbiel mit, dass der Förderverein und die niedergelassenen Ärzte der Auffassung sind, "dass es zwingend notwendig ist, die Chefarztstelle der Inneren Abteilung umgehend neu zu besetzen". Eine Doppellösung Lörrach/Schopfheim könne den Anforderungen der Abteilung "auch nicht ansatzweise gerecht werden", heißt es. Befürchtet wird zum einen eine Überforderung der Person bei diesem Modell, vor allem aber ein "deutlicher Qualitätsverlust" für den Standort Rheinfelden, wenn die Stelle mit einem leitenden Oberarzt besetzt wird. Dies führe zu einer "eklatanten Abwertung des Rheinfelder Krankenhauses".
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Staufenbiel appelliert an den Landrat, zu berücksichtigen, dass "Chefärzte keine Kostenfaktoren, sondern Leistungserbringer sind", die ihre Arbeitszeit nicht auf der Straße zwischen Schopfheim und Rheinfelden verbringen sollen und verweist darauf, dass ein "kompetenter und angesehener Chefarzt" der Klinik "zudem wirtschaftlichen Erfolg" bringe.
Es wird daran erinnert, dass die Versorgung der Bevölkerung in Rheinfelden und Umgebung "mit mindestens 50 Betten von besonderer Wichtigkeit" ist. Die Statistik der Inneren Abteilung belege, dass über 90 Prozent der Patienten aus Rheinfelden, Grenzach-Wyhlen oder Schwörstadt sind. Angesichts des wachsenden Bevölkerungsanteils älterer Menschen erweise sich eine "personell gut ausgestattete Intensivabteilung" als "zwingend notwendig". Für den Fall, dass die Chefarztstelle Dr. Westerhoff zum 12. Januar nicht mit einem adäquaten Nachfolger besetzt werden kann, fordert der Förderverein, dass die internistische Abteilung und die Intensivstation dennoch geöffnet und die Chefarztstelle "spätestens zum 1. April" erneut besetzt wird.
Autor: ibö
