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22. Januar 2011

Spender ist eine saubere Sache

Neuer Hygienespender im Kreiskrankenhaus.

  1. Unter den prüfendenen Blicken von Dr. Herrmann Hellmich und Toni Grabsch nutzte der erste Patient das Hygiene-Center. Foto: Claudia Gempp

RHEINFELDEN. Im Eingangsbereich des Kreiskrankenhauses steht jetzt ein Hygienecenter zur Desinfektion der Hände. Mit diesem Schritt zu noch mehr Hygiene leistet die Klinik einen unverzichtbaren Beitrag zum allgemeinen Gesundheitsschutz.

Der Flüssigkeitsspender befindet sich auf einer standfesten Edelstahlsäule mit Fußplatte und steht neben den Telefonkabinen. Der Krankenhausförderverein hat das Hygienecenter finanziert. Die Initiative kam von Mitglied Toni Grabsch. Mit dem Hinweis "Hände reinigen rettet Leben" habe sie eine ähnliche Hygieneeinrichtung in einer Schweizer Klinik kennengelernt. Sie glaubt, dass das Ganze eine gewisse Gewöhnungsphase braucht, hofft aber, "dass bald alle, die im Kreiskrankenhaus ein- und ausgehen, auf diese Weise möglichst alle Keime abstreifen".

Nicht zuletzt wünscht sie sich, dass "auch die Kliniken in Lörrach und Schopfheim nachziehen". Hermann Hellmich, leitender Oberarzt der Orthopädie und Hygienebeauftragter im Kreiskrankenhaus, betonte, dass man die Idee von Toni Grabsch gerne aufgegriffen habe, er sei "erfreut und glücklich über die Spende des sehr rührigen Krankenhausfördervereins", der damit einmal mehr beweist, dass er, "in Zeiten begrenzter finanzieller Mittel die Sorgen und Nöte des Kreiskrankenhauses nicht nur passiv, sondern auch aktiv und initiativ ernst nimmt".

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Die Ursachen vieler schwerwiegender Erkrankungen liegen in einer Infektion mit Bakterien oder Viren, erklärte Hellmich. Schädliche Krankheitserreger könnten auch über die Hände weitergegeben werden. Er appellierte: "Machen sie sich klar, dass wir alle mit jeder Berührung unserer Hände Krankheitskeime sowohl übertragen, als auch selbst erhalten können." Hinzu käme, dass Patienten oft eine geschwächte Abwehr haben, selbst gegen Keime, die bei Gesunden ganz harmlos sind. Aus diesem Grund empfiehlt der Arzt, sich vor dem Besuch von Angehörigen die Hände mit Hilfe dieses Spenders zu desinfizieren. Hierzu sei es ausreichend, wenn man sich etwas Flüssigkeit aus dem Spender in die Hände gibt und das Mittel anschließend gleichmäßig auf beiden Händen verteilt. Die Flüssigkeit trocknet auf der Haut und soll die Keime um bis zu 99,9 Prozent reduzieren.

Weil man auch im Krankenhaus mit Krankheitserregern in Kontakt kommen könne, solle jeder beim Verlassen der Klinik den Vorgang wiederholen. Natürlich können sich auch die Patienten die Hände desinfizieren, wenn sie sich im Eingangsbereich aufhalten. Auf einem Informationsblatt neben dem Hygienecenter ist die genaue Handhabung dargestellt.

Autor: Claudia Gempp