Wahl der Sportler des Jahres 2014

Sportler drehen rasante Runden

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

So, 15. März 2015 um 15:16 Uhr

Rheinfelden

Johannes Vögele, Lea Mai und die TV-Turner sind die Sportler des Jahres 2014 in Rheinfelden. Nach ihrer Wahl am Freitag im Jugendhaus hatte Stadtsportausschussvorsitzender Dieter Wild eine Überraschung für alle Gäste.

RHEINFELDEN. Eine schöne Überraschung gegeben hat es bei der Sportlerwahl: Viele Gäste ließen es am Freitagabend richtig krachen, nachdem die Skirennfahrerin Lea Mai von der Skizunft, der Ringer Johannes Vögele vom TuS Adelhausen und die Geräteturner des TV Rheinfelden im zentralen Jugendhaus zu den Sportlern des Jahres 2014 gekürt worden waren. Sie bekamen freie Fahrt auf dem benachbarten, aber noch gar nicht eröffneten Rummel und nutzten dies gut gelaunt aus.

Nach der fast zweieinhalbstündigen Wahl und Ehrung der Sportler und von Ehrenamtlichen im dicht bestuhlten Saal des Jugendhauses kamen als Kontrast die Fahrten auf der Berg- und Talbahn sowie mit den Boxautos gerade recht. Das passte auch sinnbildlich ganz gut zu dem einen oder anderen Sportler angesichts seiner sportlichen Entwicklung im vergangenen Jahr. So ist beispielsweise die Sportlerin des Jahres 2013, Biathletin Franziska Schöttler vom SC Todtnau gerade wieder von ihren Handgelenksbrüchen erholt.

"Alle, die fahren wollen, können gratis eine Runde drehen", kündigte der Stadtsportausschussvorsitzende Dieter Wild nach der Bekanntgabe der Sportler des Jahres an. Die Betreiber der Fahrgeschäfte auf dem Frühlingsfest hätten ihm seine Bitte gerne gewährt, sagte er. Nicht nur die Jugendlichen hatten ihre helle Freude daran, auch manche Erwachsene tobten sich nach dem langen Stillsitzen auf dem Festplatz aus.

Viele Ehrungen
Trotz der diesmal sehr vielen Ehrungen gelang es Wild, den Zeitplan einzuhalten. Auf unterhaltsame Art und Weise stellte er, musikalisch begleitet von der Red House Jazzgang, die teilweise sehr jungen Sportler vor. Für ihre Leistungen geehrt und mit Urkunden und Gutscheinen bedacht wurden acht Sportlerinnen aus sieben Vereinen, 15 Sportler aus sechs Vereinen und fünf Mannschaften aus vier Vereinen. Darüber hinaus als Dank und Anerkennung für ihre Leistungen auf die Bühne gerufen wurden fünf Ehrenamtliche. Besonders an der Sportlerwahl war, dass diesmal alle Nominierten einem der 36 Mitgliedsvereine des Stadtsportausschusses angehörten, wie Wild betonte.

Unterstützung bekam er bei der Ehrung von vier Ehrenamtlichen. Platzwart Joachim Hepp war von Leichtathleten als Anerkennung für seine Dienste im Stadion vorgeschlagen worden. FSV-Vorsitzender Rainer Lüber dankte Giuseppe Pepe, seit mehr als 25 Jahren das "Mädchen für alles" in den Vorgängervereinen FC und SC 03. Kabarettistisches Talent bewies Skizunftvorsitzende Gudrun Hauck bei ihrer satirischen Ehrung von Skitrainer Achim Mai und der Jugendkoordinatorin Christine Mai. Der zweite TC-Vorsitzende Bernd Mantay ehrte den ehemaligen TC-Vorsitzenden Ludwig Limberger.

OB kürt Gewinner der Wahl
Oberbürgermeister Klaus Eberhardt sagte, die Gekürten hätten die Wahl, bei der die Vereinsvertreter und der Vorstand des Stadtsportausschusses stimmberechtigt waren, verdient gewonnen, lobte, sie würden die Stadt über deren Grenzen hinaus gut repräsentieren und dankte dem Stadtsportausschuss für die Ausrichtung und mit Blick auf das Buffet denen, die dabei im Hintergrund wirkten wie die Schülerfirma der Eichendorffschule, für ihren Einsatz. Die Sportlerwahl sei zu einem Anlass der Stadt geworden. Das Wahlergebnis sei zwischen den Sportarten wunderbar ausgeglichen. "Johannes Vögele setzt dabei die Tradition der Ringer fort. Vielleicht sehen wir ihn irgendwann in der ersten Mannschaft in der Bundesliga", sagte Eberhardt. Vögele (Jahrgang 1999) ist deutscher Freistilmeister in der A-Jugend. Die 15-jährige Lea Mai ist im Landeskader und dem Kader Best of Jahrgang 2000 des Deutschen Skiverbands. Die Turner wurden Landesmeister in der Pflicht.