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05. Juni 2013 15:38 Uhr

Hundehalter in heller Aufregung

Ärger über Hundekot – Unbekannter droht mit vergifteten Ködern

Ein Unbekannter droht, bei Eichsel vergiftete Köder auszulegen, weil er sich über Hundekot ärgert. Ein Hund musste bereits in tierärztliche Behandlung.

  1. Das Plakat des Unbekannten Hundeshassers. Foto: Ralf Staub

Mit einem Plakat in unmittelbarer Nähe der Kapelle in Niedereichsel, einem beliebten Startpunkt für Hundeläufer, hat ein unbekannter Hundebesitzer in helle Aufregung versetzt: Via Computerausdruck teilte er mit, dass er offenbar vergiftete Köder ausgelegt hat, weil er sich über den vielen Hundekot im Gras ärgert. "Es liegt nun an Ihnen, wie weit Sie Ihren Hund laufen lassen", heißt es zynisch in dem in eine Klarsichthülle eingesiegelten Text, der mit zwei Nägeln an einem Baum unmittelbar am Wegrand befestigt ist.

Eine Hundebesitzerin musste ihren Vierbeiner bereits in ärztliche Behandlung bringen, weil er beim Spaziergang am Mittwoch Vormittag etwas gefressen hat – erst bei der Rückkehr an die Kapelle hat die Besitzerin dann das Plakat geschehen. Der Hund erhielt ein Brechmittel, Teile eines toten Huhns kamen wieder zum Vorschein. Ob es sich dabei um einen Zufall handelt etwa um Rest einer Fuchsbeute oder um einen präparierten Köder ist offen.

Am Mittwoch Vormittag ist auch der Tierschutzverein Rheinfelden über das Plakat in Kenntnis gesetzt worden, Vorsitzende Hannelore Nuß begab sich vor Ort und erstattete anschließend Anzeige bei der Polizei und informierte das Ordnungsamt der Stadt. Die Ortsverwaltung Eichsel ist allerdings bereits am Dienstag informiert worden: Ein Junge hatte offenbar den Anschlag gesehen und eine ganze Reihe von Familien mit Hunden im Ort informiert. Nach Auskunft von Hannelore Nuß wollen die Behörden ein gemeinsames Vorgehen abstimmen.

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Autor: Ralf Staub