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03. März 2010

Weiter Warten auf den Chefarzt

Leiter der Inneren Abteilung soll am 12. März bestimmt werden / Bilanz des Fördervereins.

  1. Der frühere Chefarzt der Inneren und Gründungsvorsitzender des Krankenhausfördervereins, Rolf Boos, wurde zum Ehrenvorsitzenden des Vereins gewählt. Rolf Karrer überreicht die entsprechende Urkunde. Foto: staub

RHEINFELDEN. Wie groß der Anteil des Krankenhausförderverein daran ist, dass die Innere Abteilung am Kreiskrankenhaus wieder einen Chefarzt erhält, blieb bei der Hauptversammlung am Montag zwar offen, dass der Verein mit seinen mittlerweile 725 Mitgliedern aber gerade zu beginn des turbulenten Klinik-Jahres 2009 gehörig Dampf gemacht hat, verbuchen Vorsitzender Rolf Karrer und seine Mitstreiter in Vorstand und Beirat als Erfolg: Immerhin wurden innerhalb von 14 Tagen in Rheinfelden, Grenzach-Wyhlen und Schwörstadt mehr als 6000 Unterschriften für einen eigenen Chefarzt der Inneren gesammelt.

Das Interesse an der jüngsten Versammlung war nicht gar so groß, aber immerhin 50 Mitglieder waren gekommen um zum einen die üblichen Vereinsregularien zu beschießen und zum anderen einen Fachvortrag von Wirbelsäulenspezialist Markus Köhler zu hören, der als Neurochirurg seit dem 1. März eine 20-Prozent-Oberarztstelle im Krankenhaus inne hat.

Vorsitzender Karrer ließ die Ereignisse 2009, insbesondere das Hickhack um die Innere Revue passieren, wobei er bedauerte, dass die Chefarztstelle noch immer nicht besetzt ist. Hier wird sich aber offenbar etwas tun, erklärten die beiden anwesenden Mitglieder des Klinik-Aufsichtsrates, Michael Griesch (Betriebsratsvorsitzender) und Oberbürgermeister Niethammer. Noch finden Bewerbungsgespräche statt, am 12. März allerdings soll eine Entscheidung fallen.

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Als "guter Ansatz" wertet Rolf Karrer die Überlegungen, die geriatrische reha für die beiden Landkreise Lörrach und Waldshut in Rheinfelden anzusiedeln, allerdings nur wenn dabei weder die Innere noch die Orthopädie geschwächt werden. Michael Griesch erklärte, Sinn manche das ganze nur, wenn nicht nur die Reha sondern die komplette Geriatrie nach Rheinfelden komme, dafür gebe es aber gute Chancen.

Der Förderverein ist aber nicht nur krankenhauspolitisch aktiv, sondern hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens auch immer wieder durch Spenden hervorgetan – rund 76 000 Euro sind es bis heute. Zuletzt wurden Gartenmöbel für die Patienten angeschafft und der Aufenthaltsbereich für das Personal renoviert. Deshalb ist es von großer Bedeutung, den natürlichen Mitgliederrückgang durch Neuzugänge auszugleichen. Und das funktioniert: Im Jahr 2009 sind mehr als 100 dazu gekommen, bei der Werbung hat sich insbesondere Toni Grabsch hervor getan.

Wahlen: Ehrenvorsitzender Rolf Boos, Vorsitzender Rolf Karrer, Stellvertreter Wilhelm Staufenbiel, Kassiererin Jacqueline Dumont, Schriftführerin Angelika Mayer (alle wie bisher). Beirat: Wolfgang Birkner, Rolf Boos, Toni Grabsch, Michael Griesch, Friedrich Hauß, Rudolf Henche, Horst Sift, Peter Schwander, Siegbert Wiedmer (wie bisher), Hermann Hellmich, Andrea Harandt, Ludwig Fritze, Roland Schulz, Diethard Brunner, Hannelore Nuß, Manfred Gollin, Nicolaus Gießbach (alle neu). Ausgeschieden sind Annegret Burlauer, Anke Eckhardt und Bernhard Späth.

Mitglieder: 725

Kontakt: Rolf Karrer, Tel. 95-222 oder r.karrer@rheinfelden-baden.de

Autor: Ralf Staub