Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. Juli 2011

"Energie muss bezahlbar bleiben"

FDP-Staatssekretär Ernst Burgbacher besucht die Rheinhausener Firma Brüderle und nimmt das neue Bürgerhaus in Augenschein.

  1. Ernst Burgbacher bei Brüderle Kunststofftechnik: Bürgermeister Jürgen Louis, Peter Brüderle, der Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand und Matthias Kappis (von links) beim Rundgang durch den Betrieb. Foto: Ilona Hüge

RHEINHAUSEN. Ein "Kompliment" fürs neue Bürgerhaus machte der parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher (FDP), bei seinem Kurzbesuch am Dienstag in Rheinhausen. Außerdem stand ein Besuch der Firma Brüderle Kunststofftechnik auf dem Programm.

Ernst Burgbacher war "beeindruckt": Im Februar 2006 hatte ihm Bürgermeister Jürgen Louis im alten Rathaus Oberhausen die Pläne für das Bürgerzentrum zwischen den Ortsteilen gezeigt, jetzt empfing er die Gäste im neuen Bürgerhaus. Louis stellte die Entwicklung der letzten fünf Jahre im Schnelldurchlauf an Bildern auf dem großen Bildschirm im Trauzimmer vor und zeigte auch die weiteren Perspektiven auf. Von dem FDP-Politiker wünschte er sich offenere Regelungen bei der Zulassung von Ärzten und forderte, im Pflegebereich neue Wege zu gehen.

Burgbacher wurde von Matthias Kappis begleitet, FDP-Stadtverbandsvorsitzender in Lahr und in Rheinhausen als Investor des künftigen Rewe-Markts bekannt. Gemeinsam mit dem Bürgermeister ging es zum Gespräch und einer raschen Firmenbesichtigung nach Niederhausen. Die Firma Brüderle Kunststofftechnik hat 40 Beschäftigte und ist ein energieintensiver Betrieb. Peter Brüderle war es daher ein Anliegen, dem Staatssekretär, der auch Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung ist, die Sorgen vor steigenden Energiepreisen zu vermitteln.

Werbung


Der Betrieb, der in Lohnspritzerei Thermoplaste verarbeitet und Haushaltswaren sowie technische Teile herstellt, verbraucht im Jahr zwischen sieben und acht Millionen Kilowattstunden. Das sind derzeit Stromkosten von rund einer Million Euro pro Jahr bei einem Gesamtumsatz von rund 15 Millionen Euro. Mit seinem Verbrauch lag Brüderle unter der Grenze von zehn Millionen Kilowattstunden, die für einen Großverbraucher gelten. Erst diese Betriebe erhielten eine Kompensation. Die bisherige Grenze sei allerdings jetzt gerade nach den neuesten Gesprächen in Berlin etwas herabgesetzt worden, informierte Burgbacher.

Der Anteil der Stromkosten am Produkt liegt derzeit bei 7 bis 8 Prozent. Erhöhungen würden die Kunden nicht mittragen, sagte Brüderle. Er produziert unter anderem die Ordnungskisten für ein schwedisches Möbelhaus. Mit höheren Preisen würden solche Kunden zu anderen Produzenten abwandern. "Es muss bezahlbar bleiben", sagte Brüderle. Das sei auch FDP-Forderung, so Burgbacher.

Autor: Ilona Hüge