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20. Juli 2012

ENTER: Zwei Klassen aus Rickenbach heben ab

Die Schüler der Jahrgangsstufe 7 und 8 mit der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald die ersten Erfahrungen mit dem Segelfliegen gemacht.

  1. Dass Segelfliegen ein Gemeinschaftssport ist, erlebten die beiden Werkrealschulklassen 7 und 8 mit ihrem Fluglehrer Bernhard Egger beim Positionieren des Segelflugzeuges am Start. Foto: BZ

RICKENBACH. In der BZ-Rubrik Enter haben junge Autoren die Möglichkeit, mit ihren Erfahrungen die Zeitung zu "entern". Heute schreiben die Klassen 7 und 8 der Rickenbacher Schule über ihre Kooperation mit der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald.

Einen Ausflug im wahrsten Sinne des Wortes unternahmen die Klassen 7 und 8 der Grund- und Werkrealschule (GWRS) Rickenbach am 13. und 14. Juli in Hütten. Die Schülerinnen und Schüler absolvierten ein zweitägiges Projekt im Rahmen der Kooperation ihrer Schule mit der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald (LGH). Sie erhielten auf dem Segelflugplatz eine theoretische und praktische Einweisung in das Segelfliegen. Bernhard Egger, Alexander Meier und Lucia Liehr von der Luftsportgemeinschaft standen als Fluglehrer Freitag und Samstag pausenlos zur Verfügung. Möglich wurde dieses Projekt durch die Initiative des Präsidenten der LGH, Hubertus Matt, und der Schulleiterin Elisabeth Gerspach. Am Freitag, den 13. Juli waren zwölf wissbegierige Schüler der GWRS Rickenbach Gäste der Luftsportgruppe Hotzenwald. Trotz schlechter Wetterprognosen regnete es nicht, sodass das Projekt durchgeführt werden konnte. Natürlich ging es nicht gleich in die Luft. Zuerst kamen der Theorieunterricht und die Sicherheitsanweisungen.

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Danach wurden die Segelflugzeuge im Hangar begutachtet, der Sicherheitscheck exemplarisch durchgeführt und die Flugzeuge ausgeparkt. Nun kamen die Flugzeuge an den Start und die Seilwinde wurde vorbereitet. Mit den Schulungsflugzeugen ASK 21 ging es dann in die Luft. Am besten hat den Klassen der Windenstart gefallen. In der Luft überflogen sie mit ihren Piloten ihre Dörfer und suchten nach ihren Häusern.

Auch die Klassenlehrerin Cornelia Rüde-Bejar hat sich nicht vor dem Fliegen gedrückt. "Zuerst war mir mulmig, danach war ich jedoch fasziniert davon, was man in einem Segelflugzeug alles wahrnehmen kann. Ich war beeindruckt, als ich einen Adler in unmittelbarer Nähe der Flugzeughaube beobachten konnte", so berichtete sie. Am Ende des Flugtages wurden die Flugzeuge gründlich gereinigt und in den Hangar gestellt. Gemeinsam mit den Piloten ließ die Klasse den Tag mit einem gemütlichen Grillabend ausklingen. Betreut von ihrem MNT-Lehrer Karl Aierle, stand der Samstag dann ganz im Zeichen des Fliegens. Insgesamt war jeder Schüler etwa eine Stunde lang in der Luft. Zum Abschluss gab es noch ein kniffliges Quiz rund ums Segelfliegen. Dem Gewinner Manuel Allgaier winkte ein halbstündiger Flug über den Schwarzwald mit einem Motorsegler. Eberhard Volk übernahm hier das Steuer.

Beide Seiten bewerteten den Start in die Kooperation als absoluten Gewinn. Die Schüler waren beeindruckt von dem Gemeinschaftssinn, der am Flugplatz herrscht. Überrascht hat sie auch, wie günstig dieses Hobby ist. So mancher möchte nun seinen Flugschein machen. Umgekehrt eröffnet sich nun der LGH die Möglichkeit, Nachwuchs für den Verein zu rekrutieren. Für alle steht fest: Diese Kooperation wird vertieft weitergeführt.

Autor: bz