Kinder lieben Musik

Karin Stöckl-Steinebrunner

Von Karin Stöckl-Steinebrunner

Sa, 06. Mai 2017

Rickenbach

Instrumentenvorstellung des Musikvereins Rickenbach in der Schule kam gut an.

RICKENBACH. Mit Begeisterung bei der Sache waren die Zweit- bis Viertklässler bei der Instrumentenvorstellung am Aktionstag des Musikvereins in der Rickenbacher Grundschule. Eigentlich sollte der Musikernachwuchs bald nur so sprießen, denn die Jungs und Mädchen konnten ein Erfolgserlebnis nach dem anderen verbuchen.

Sei es an der Klarinette, am Saxophon oder gar an der Tuba – manche jungen Künstler schafften es sogar schon bis zu spontan improvisierten Melodien. Als krönenden Abschluss gab es dann noch ein kleines Konzert in der Turnhalle.

Zunächst aber marschierten die Kinder klassenweise von einer Station zur anderen, wo die Instrumentallehrer bereits warteten, jeweils kurze Erklärungen gaben. Vor allem aber hatten sie Instrumente zur Hand, mit denen sich alle der Reihe nach versuchen konnten, von Flöte und Oboe bis hin zum Schlagzeug. Dabei gingen die einzelnen Instrumentallehrer unterschiedlich vor, was den Vormittag für alle sehr abwechslungsreich machte.

Klaus Siebold beispielsweise, Lehrer an der Jugendmusikschule, zeigte den Kindern zunächst anhand des Mundstückes, wie man in die Klarinette oder das Saxophon hineinblasen muss. Dann demonstrierte er aber auch eindrücklich, wie die Klarinette jauchzen oder das Saxophon lachen kann. Unterstützt von Gisela Klein vom Musikverein Willaringen, ließ er erst alle mit dem Mundstück und dann mit dem ganzen Instrument ihr Glück versuchen. Und siehe da, es klappte bei allen einwandfrei.

Manuel Wagner und Birgit Trinkl zeigten den Kindern zuerst das richtige Luftholen, das Atmen tief in den Bauch und das Flattern mit den Lippen, als wolle man das Geräusch eines Motorradmotors nachahmen. Dann spielten sie ein kleines volksliedhaftes Duett und schlossen eine Jazzimprovisation an, um zu demonstrieren, was auf ihrem Instrument, der Trompete, alles möglich ist. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sogar schon etliche Zweitklässler die Instrumentenvorstellung vom Vorjahr noch gut in Erinnerung hatten. War es dann gelungen, einen Ton zu produzieren, erklärte manch einer mit einer Mischung aus Stolz und bewusst herablassendem Selbstbewusstsein: "Ist ja einfach!"

Markus Wagner stellte die Posaune vor, wobei er zunächst einmal weit ausholte und die Kinder alle Instrumente aufzählen ließ, die ihnen so einfielen. Die teilte er dann in Streicher, Bläser und Schlaginstrumente, die Bläser wiederum in Holz und Blech, wobei er nicht zu erwähnen vergaß, dass die Bläser in jeder Art von Ensemble und Musikstil ihren Platz haben. Auch die Besonderheit der Posaune, bei der man dank des Zuges anstelle der Ventile die Tonhöhe beliebig auf und ab schleifen kann, führte er eigens vor. Der absolute Renner war aber doch die von Lukas Eckert vorgestellte Tuba, bei der sich einige Kinder geradezu als Meister der tiefen Töne entpuppten. Keine Chance gab es da für Ralf Eckert, der das Horn dabei hatte, sich gegen diesen brummbärhaften Kinderliebling durchzusetzen.