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17. Mai 2016

Segelflieger hoffen auf Azorenhoch

Wettbewerb gestartet.

RICKENBACH-HÜTTEN (lux). Trotz eher schlechter Wetterprognosen hat die Luftsportgemeinschaft Hotzenwald am vergangenen Samstag mit ihrem Eröffnungsbriefing den 53. Hotzenwaldwettbewerb für Segelflieger (14. bis 21. Mai) gestartet. Der Eröffnungstag gab allen Zeit, sich zu sortieren. Bereits am Sonntag wagten die Flieger erste Starts. Es ging in den Schweizer Jura. Unglaublich aber wahr: Der Hotzenwaldwettbewerb der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald (LGH) ist der älteste zusammenhängend ausgetragene Wettbewerb für Segelflieger weltweit. Das Segelfluggelände der Flieger nördlich von Hütten bleibt dennoch ein Geheimtipp. Jahr für Jahr versammeln sich hier die Profis und stellen sich den Aufgaben, die die Wettbewerbsleitung für möglich hält. Auch heuer treten 19 Teams an.

Der erste Wettbewerbstag war kein Tag zum Fliegen. Mit einem Wechsel aus Nebel, Sonne, Blitz, Donner und Schauern, bot er keine guten Flugbedingungen. Thermik war erst am Sonntag geboten. Die Piloten mussten in zwei Stunden eine möglichst weite Strecke zurücklegen. In der gemischten Standardklasse holte sich Frieder Göltenbott von der Luftsportgemeinschaft auf einem Standard Cirrus den ersten Platz mit 148,71 Kilometern.

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Spaß am Fliegen steht im Vordergrund

In der gemischten Offenen Klasse gewann das Vater-Sohn Team Patrick und Jaroslav Misun aus Dittingen (Schweiz) mit einer Strecke von 197,92 Kilometern und einem Geschwindigkeitsschnitt von 88,89 Kilometern pro Stunde. "Das Wetter für Dienstag sieht gut aus – für Mittwoch sieht es im Moment sogar sehr gut aus. Wir erwarten noch viele Wertungstage", erklärte Pressesprecher Bernhard Egger von der Luftsportgemeinschaft.

"Der Spaß am Fliegen ist und bleibt unser wichtigstes Ziel", sagte Hubert Matt, Präsident der LGH Hotzenwald. Wettbewerbsleiter Marcus Neubronner und Frieder Göltenbott als Sportleiter waren gut vorbereitet. Die Lärmbelästigung für die Bevölkerung trotz zweier motorisierter Schleppflugzeuge so gering wie möglich zu halten sowie Selbststarter und die ausgeklinkten Segelflugzeuge durch einen Korridor rund um nicht bewohntes Gebiet sich hochschrauben zu lassen, sind die Ziele, die Jahr für Jahr funktionieren. Neu in diesem Jahr: Statt einer, stehen zwei Landewiesen in Wehr für die zur Verfügung, die zu tief zurückkommen und das auf 860 Meter hoch gelegene Fluggelände der LGH nicht mehr anfliegen können. Ein Dank für die Unterstützung ging daher an die Flugsportler in Wehr. Jetzt warten die Segelflieger auf eine Ausbreitung des Azorenhoch.

Die LG Hotzenwald besteht seit 1950. Geflogen wird auf dem Flugplatz nördlich des Rickenbacher Ortsteils Hütten. Starts sind in zwei Windrichtungen möglich.

Autor: lux