101 Werke, eine Ausstellung

Michael Haberer

Von Michael Haberer

Sa, 03. November 2018

Riegel

Nominierte für den André-Evard-Preis präsentieren sich in Riegel.

RIEGEL. Die Kunsthalle Messmer erlebt wieder eine ihrer Sternstunden. 101 Künstler aus aller Welt, deren Namen hauptsächlich in der Kunstszene bekannt sind, präsentieren bei einer gemeinsamen Ausstellung je eines ihrer Werke. Sie bewerben sich um den 5. Internationalen André-Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst. Der Wettbewerb sorgt erneut für ein spannendes Potpourri aus Linien, Winkeln, Licht und Effekten.

Mehr als 600 Künstler aus 45 verschiedenen Ländern hätten sich beworben, erklärt Jürgen Messmer, Chef der Kunsthalle, in einem Pressegespräch. Eine renommierte Fachjury werde den Sieger des Preises auswählen, erklärte Messmer. Die Kunstwerke werden bewertet von Sammlerin und Museumsgründerin Marli Hoppe-Ritter aus Waldenbuch, Sabine Schaschl, Direktorin und leitende Kuratorin des Museums "Haus Konstruktiv" in Zürich, sowie von Ewald Karl Schrade, dem Galeristen und Initiator der Art Karlsruhe. Das Preisgeld beträgt 10 000 Euro. Es wird unter den Künstlern der drei überzeugendsten Werke der Ausstellung aufgeteilt. Außerdem gibt es einen Publikumspreis. Die Preisverleihung findet am 17. Februar statt.

Die 101 Arbeiten seien auf internationalem Niveau und böten eine Zusammenfassung der spannendsten Facetten der geometrisch-abstrakten Gegenwartskunst, sagte Messmer. Die Exponate – Bilder, Installationen und Skulpturen – böten einen Einblick in das aktuelle Schaffen der konkret-konstruktiven Szene. Die Ausstellung zeige, wie unterschiedlich sich die Künstler mit derselben Kunstrichtung auseinandersetzen.

Gewidmet ist der Kunstpreis André Evard (1876 bis 1972), der als Wegbereiter der Schweizer Moderne gilt. Die Werke des Künstlers bilden das Herzstück der Sammlung Messmer. Von der sehr frühen Entwicklung Evards in der konkret-konstruktiven Kunst können sich die Besucher derzeit in der Galerie Messmer, die an die Kunsthalle angrenzt, ein Bild machen.

Info: Die Ausstellung ist bis zum 17. Februar zu sehen. Eröffnet wurde sie am Freitag (die BZ berichtet noch). Die Kunsthalle ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen: sonntags um 14.30 Uhr.

Weitere Infos und einen Überblick über die Künstler gibt es unter mehr.bz/evard-preis-5