Blasorchester trifft Rockmusiker

Helmut Hassler

Von Helmut Hassler

Di, 08. April 2014

Riegel

Gelungenes Frühjahrskonzert des Musikvereins Riegel mit der Band "Götz N’ Moritz".

RIEGEL. Einen wunderschönen Abend erlebten 550 Besucher am Samstag beim Frühjahrskonzert des Musikvereins in der ausverkauften, durch den Musikverein technisch aufgerüsteten Römerhalle. Erstmals wirkte beim Konzert die Riegeler Rockband "Götz N’ Moritz" mit Dennis Götz (Schlagzeug), Wolfgang Götz (Keyboard), Steffen Götz (Gitarre), Katharina Götz (Gesang) und Patrick Schopferer (Bass) mit, die zusammen mit dem Musikverein den Besuchern, darunter auch die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle, Bürgermeister Markus Jablonski und viele auswärtigen Musiker, einen anspruchsvollen Abend boten.

Den Anfang machte wie immer das 30-köpfige Jugendorchester, das im letzten Jahr einen Umbruch erfahren hatte. Die Älteren wechselten zu den Aktiven, neun neue Jungmusiker waren am Samstag zum ersten Mal dabei. Auch für die neue Dirigentin Lisa Kietz war es der erste Auftritt. Sie spielten "Feeling good" von Rick Stitzel und "Fantasy On A Hebrew Folk Song". Als Ansager der Jugendkapelle fungierte Hannes Ringswald.

Das Motto der Aktiven unter Leitung von Dirigentin Katja Wößner hieß in diesem Jahr "Abenteuerland, komm mit uns auf deine eigenen Reise". Durch den Abend führte Daniel Kietz. Die erste Etappe führte auch gleich in das "Abenteuerland" von Peter M. Riese, ein Hit von der Gruppe "Pur" mit Gesang von Dennis Götz. Vom Abenteuerland ging es in den "Jurassic Park" mit Soundtrack-Highlights bekannter Filmmelodien von John Williams. "Das Geheimnis der Weißen Rose", in memoriam Sophie Scholl, erinnerte an den Widerstand der Geschwister Scholl gegen das Naziregime und ihre Flugblätter-Verteilung in der Münchner Universität. Bei dieser Musik war das flotte Drucken der Flugblätter an der Druckmaschine ebenso zu hören, wie auch die tragende Musik nach der Verhaftung und dem Todesurteil. Mit "Nightflight to Paris" von Kees Flak, bei dem auch die Musik zu dem schnellen französischen Tanz "Can can" aus dem Moulin Rouge zu hören war, endete der erste Teil.

Mit Popmusik von Götz N’ Moritz mit "Easy Lover" von Phil Collins & Philipp Bailey und Gesang von Felix Kietz und Katharina Götz in Begleitung von je zwei Trompeten und Saxophonen sowie einer Posaune gab es dann etwas andere Musik in der Römerhalle zu hören. Kietz erklärte auch, woher der Name "Europa" kommt, den gleichnamigen Titel setzte die Kapelle nach der Musik von Carlos Santana mit Gitarrenbegleitung von Steffen Götz auch schön um. Es folgte eine Filmmelodie von James Bond mit "Skyfall", wobei die schöne Stimme der Sängerin Katharina Götz beeindruckte. Mit der Filmmusik "Batman" aus der Welt der Comics endete das Konzert.

Nach zwei Zugaben mit hüpfenden Solisten und "Halleluja" mit dem Sänger Felix Kietz wurde es dunkel in der Halle und es ertönte im Hintergrund noch das herrliche Klavierstück "In un’ altra vita" von Ludovico Einaudi, gespielt von Lena Kietz. Viel Beifall ernteten alle Akteure des Abends, wofür sich der Vorsitzende Hardy Tiemer bedankte. "Der Erfolg heute Abend ist dein Erfolg", sagte Hardy Tiemer nach dem Konzert zu Dirigentin Katja Wößner und überreichte ihr ein Geschenk sowie einen Blumenstrauß. Sein Dank galt auch Moderator Daniel Kietz sowie allen, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. Für die Technik war Markus Karotsch zuständig, für die Dekoration Sabrina Langenbacher.