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10. Januar 2012

Bürgerhaus "Alte Schule" lockt viele Besucher an

Großes Interesse in der Riegeler Bevölkerung am Ergebnis der rund 2,2 Millionen Euro teuren Sanierung.

RIEGEL. Mit der kirchlichen Weihe durch Diakon Hartmut Tröndle von der evangelischen und Pfarrer Remy Purzeau von der katholischen Kirche wurde am Sonntagvormittag das neue Bürgerhaus "Alte Schule" eingeweiht und der großen Öffentlichkeit bei einem anschließenden "Tag der offenen Tür" vorgestellt. Den ganzen Tag über herrschte dichtes Gedränge im Bürgerhaus und Museum.

Im vollbesetzten Mauritius-Saal stellte Diakon Hartmut Tröndle der Gebäudeweihe durch Pfarrer Remy Purzeau einige Gedanken aus Psalm 127 voran. "Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran arbeiten," heißt es in dem Psalmvers. Ohne Gottes Segen und führende Hand könne so ein Gebäude wie das Bürgerhaus seine Bestimmung verfehlen, sagte der Diakon. "Wir brauchen Schutzhütten und Kommunikationsräume, der Mensch ist auf Schutz, Wärme und Rückzugsorte angewiesen", sagte der katholische Geistliche Remy Purzeau, bevor er das Segensgebet sprach und die Räume weihte. Auch die Sternsinger segneten das Gebäude.

Bürgermeister Markus Jablonski betonte, jetzt sei es Zeit zu zeigen, "woran so viele Hände mit viel Energie und Einsatz mitgewirkt haben". Der Mauritiussaal sei das Prunkstück des neuen Bürgerhauses, doch auch der Innenhof lade zum Verweilen ein. Sein Dank galt dem Riegeler Künstler Dieter Rottler für die leihweise zur Verfügung gestellten Skulpturen. "Ich wünsche dem Haus des Bürgers viele Gäste, den hier tätigen Mietern viel Erfolg und allen, die durch das Hauptportal treten, viel Freude und Genuss," sagte der Bürgermeister.

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Planer und Architekt Konrad Waltersberger nannte nochmals den zeitlichen Ablauf der 2,2 Millionen Euro teuren Sanierung von der Planung bis zur Vollendung. Und für den Geschichtsverein ist laut Peter Ziegler ein Traum wahr geworden mit dem Museum auf nunmehr doppelter Fläche als vorher. "Es ist nicht unser Museum, es ist Euer Museum" lud der Vorsitzende die Besucher ein.

Zum Schluss verlieh Bürgermeister Markus Jablonski zusammen mit dem Rechnungsamtsleiter Volker Hog die drei ersten Preise für die Vorschläge aus der Bevölkerung zur Namensgebung des neuen Gebäudes. Den ersten Preis erhielt Peter Ziegler, gefolgt von Hertha Seckinger und den Eheleuten Janina und Michael Mayer-Reichenbach.

Im neuen Bürgerhaus herrschte den ganzen Tag über ein ständiges Kommen und Gehen. Das Interesse an den neuen Räumen, dem neu konzipierten Museum, aber auch an der Familienpraxis Hebanna im Obergeschoss war riesig. Der Gradmeser für die Resonanz war der Musikverein, der im Mauritiussaal bewirtete. Die rund 200 Plätze waren über die fünf Stunden immer besetzt und das Speisenangebot bereits vor Ende der Veranstaltung ausverkauft.

Im Museum herrschte rund um den Geschichtsvereinsvorsitzenden Peter Ziegler ein ständiges dichtes Gedränge. Er konnte viele Informationen gerade zur neuen Abteilung über Luft- und Raumfahrt liefern. Überzeugungsarbeit ist sicher nötig, da der Sinn von "Römer und Raketen" noch nicht bei allen Riegelern angekommen ist.

Autor: Helmut Hassler und Michael Haberer