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20. April 2016

Pastellmalerei und Pointillismus

Doris Wollandt und Norman Hothum bei Ausstellung "Verträumte Landschaften klein und fein" .

  1. Doris Wollandt und Norman Hothum zeigen im zweiten Teil der Ausstellung „Verträumte Landschaften klein und fein“ in Cordula Böhles Atelier „Kunstwelten im Engel“ in Riegel ihre Werke. Foto: Christiane Franz

RIEGEL. Die Ausstellung "Verträumte Landschaften klein und fein" im Atelier "Kunstwelten im Engel" von Cordula Böhle ist am Samstag in die zweite Runde gestartet mit Landschaftsbildern von Doris Wollandt und Norman Hothum. Als Aufhänger der Ausstellung dient ein Foto von Norman Hothum, das den See bei Breisach zeigt. Cordula Böhle, Michelle Hothum, Gerd Steiniger, Doris Wollandt und Norman Hothum nahmen sich dieses Foto zur Vorlage (die BZ berichtete). Die fünf unterschiedlichen Herangehensweisen je nach Stil der beteiligten Künstler sind neben den Landschaftsbildern in den "Kunstwelten im Engel" an der Hauptstraße in der Ortsmitte zu betrachten.

Doris Wollandt aus Bad Krozingen nahm die Atmosphäre des dunkel wirkenden Fotos am Breisacher See auf und gab die Landschaft kontrastreich sowie mit feinem Pinselstrich in Pastell wieder. Pastellmalerei sei vor allem in Frankreich bekannt und Doris Wollandt habe diese Technik bei dem Franzosen Gilles Froment gelernt, erläuterte Cordula Böhle bei der Vernissage. Ihre feine Malerei gehe vom Hellen ins Dunkle. Doris Wollandt stellt außerdem leuchtende Pastelle mit Motiven aus dem Markgräfler Land sowie der Provence aus.

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Norman Hothum sagte über sich selbst schmunzelnd, mit den in der Ausstellung gezeigten Werken mache er "Urlaub vom Mittelalter" mache. Hothum ist vor allem durch die am Mittelalter orientierte Kalligraphie bekannt. Diesmal vertauschte er den Gänsekiel mit dem neuzeitlichen Pinsel und malte Ausschnitte aus der heimischen Landschaft. Auch seine kalligraphischen Werke enthielten Miniaturlandschaften, so Böhle. Norman Hothums Interpretation der Seelandschaft erinnert stark an den Pointillismus des Impressionismus. "Ich machte die Entdeckung, dass in der Malerei ab dem 15. Jahrhundert weit entfernte Landschaften oft mit Pünktchen und Tüpfelchen festgehalten wurden – der Pointillismus hatte also schon seine mittelalterlichen Vorläufer", erklärte Norman Hothum seine Arbeit.

Info: Die Ausstellung ist noch bis 1. Mai zu sehen, mittwochs bis sonntags von 15 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung.

Autor: cfk