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13. Oktober 2017

Teuflisch gute Ringkampfkost

Die Bundesliga-Ringer der RKG Freiburg treffen in der Vigeliushalle zum Vorrundenabschluss auf Titelfavorit VfL Neckargartach.

  1. Manuel Wolfer (oben) wird gegen den VfL Neckargartach alle Hände voll zu tun haben. Foto: Patrick Seeger

  2. Noch ungeschlagen: RKG-Ringer Armands Zvirbulis Foto: Patrick Seeger

RINGEN. Zum Abschluss der Vorrunde in der Ringer-Bundesliga erwarten die Athleten der RKG Freiburg am Samstag, 19.30 Uhr, diesmal in der Vigeliushalle, im VfL Neckargartach einen der Titelfavoriten.

Die selbsternannten Red Devils Heilbronn – ihr vollständiger Vereinsname "VfL Neckargartach im SV Heilbronn am Leinbach" klang den Verantwortlichen viel zu kompliziert – wurden vergangene Saison Vizemeister in der Regionalliga Baden-Württemberg hinter dem ASV Nendingen II. Da mit der Ligenreform alle Zweitligisten in eine mehrgleisige Bundesliga eingegliedert wurden und Nendingen zu diesem Zeitpunkt bereits ein Bundesligateam hatte, erhielten die Heilbronner Vorstädter automatisch das Startrecht. Das Abenteuer Bundesliga verläuft für die Käthchenstädter bislang teuflisch gut, stehen sie doch aktuell auf Platz zwei – hinter dem verlustpunktfreien Spitzenreiter ASV Mainz.

Die Roten Teufel wollen auch im Breisgau für Furore sorgen, den nötigen Respekt zollt ihnen auch RKG-Coach Luigi Tascillo: "Neckargartach gehört für mich neben den Mainzern zum Favoritenkreis, und das haben beide Staffeln bislang bewiesen." Auf seine Wunschformation wird der Freiburger Übungsleiter wohl erneut nicht in einem Heimkampf zurückgreifen können. Fehlten zuletzt im Heimderby gegen den SV Triberg der WM-Dritte Balazs Kiss (Fieber) und Fliegengewichtler Givi Davidovi, der im Stau festsaß, so hat es erneut den "kleinen Italiener" erwischt. Diesmal geht der im Elsass wohnhafte Davidovi in der französischen Liga auf die Matte. "Bevor er bei uns seine Zusage gab, hatte er eine solche auch schon einem französischen Klub gegeben. Das haben wir gewusst, und das geht auch so in Ordnung", erklärt Tascillo.

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In beiden Staffeln gibt’s einen Ringer, der eine blütenweiße Weste aufweist. Bei den Freiburgern ist der Lette Armands Zvirbulis im Freistil-Halbschwergewicht noch ungeschlagen, im Dress der Roten Teufel ging der türkische Freistil-Leichtgewichtler Recep Topal immer als Sieger von der Matte. Da hat der Freiburger Manuel Wolfer, seines Zeichens deutscher Meister, eine harte Nuss zu knacken.

Ebenso ist Zvirbulis’ Aufgabe gegen Stefan Kehrer (32) nicht von Pappe, holte sich Kehrer in diesem Jahr doch den deutschen Meistertitel und wurde Siebter bei der WM 2015. Auch das Duell im Schwergewicht (griechisch-römischer Stil) birgt Brisanz. Der wiedergenesene RKG-Athlet Balazs Kiss, vor kurzem WM-Bronzemedaillengewinner in Paris, trifft auf das Aushängeschild der Neckargartacher, Eduard Popp. Der 26-jährige A-Kaderringer und mehrfache deutsche Meister hatte seinen sportlichen Höhepunkt mit dem fünften Platz bei den Olympischen Spielen vergangenes Jahr in Rio de Janeiro.

"Wenn alles gut läuft, können wir fünf Kämpfe gewinnen", gibt sich Tascillo im Vorfeld vorsichtig optimistisch. Eine Niederlage wäre für die RKG Freiburg sicherlich kein Beinbruch, gilt das Hauptaugenmerk doch dem fünften Platz, der zum Erreichen der Playoffs auf alle Fälle ausreicht und der wohl im Duell mit dem SV Triberg entschieden wird.

Autor: Thomas Fehrenbach