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13. September 2016

Jetzt ist Leben auf dem Rathausplatz

Die offizielle Übergabe des Ringsheimer Rathausplatzes ist zu einem Fest der Generationen geworden / Vorher Kirchplatz.

  1. Die Attraktion für Kinder auf dem Rathausplatz sind die Wasserfontänen. Foto: Adelbert Mutz

  2. Beim Boulespiel hatte das Team Kirchplatz die besseren Spieler, auch wenn Bürgermeister Heinrich Dixa (beim Wurf) vom Team Rathausplatz eine gute Figur abgab. Foto: Adelbert Mutz

RINGSHEIM. Bei herrlichem Sonnenschein haben die Ringsheimer die offizielle Übergabe des Rathausplatzes in der sanierten Dorfmitte gefeiert. Mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem neu gestalteten Platz hat das Fest begonnen – mitgestaltet von der Musikkapelle Ringsheim. Pfarrer Michael Gartner hatte die Besucher mit dem Wunsch gesegnet, dass es ein Ort der Begegnung der Menschen mit Gott werde.

Mit der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer an Verpflegungsständen mit Essen und Getränken verweilten die Besucher bis zum Abend auf dem Platz. Nach dem Gottesdienst spielte die Ringsheimer Musikkapelle unter der Leitung von Udo Goldschmidt zur Unterhaltung, am Nachmittag begeisterte Hans Burg mit seinen Herzblutmusikanten und einem Gesangsduo die Fans von Marsch und Polka.

Bürgermeister Heinrich Dixa begrüßte unter den zahlreichen Gästen die Bundestagsabgeordneten Peter Weiß und Johannes Fechner, die Landtagsabgeordnete Sandra Boser sowie Bürgermeister und Vertreter der benachbarten Gemeinden. Auch Oberbürgermeister Klaus Muttach aus Achern, ein gebürtiger Ringsheimer, fand den Weg in seine Heimatgemeinde. Die zahlreichen Besucher suchten unter den Sonnenschirmen einen Schattenplatz, was nicht allen gelang.

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Pfarrer Michael Gartner und Oliver Wehrstein, evangelischer Pfarrer von Herbolzheim, gestalteten gemeinsam den Gottesdienst. Der neue Platz möge ein Ort der Begegnung der Menschen alle Generationen mit Gott sein, betonten die Geistlichen. Rathaus und Kirche stünden sich zwar am Platz direkt gegenüber, ein gutes Miteinander von Gemeinde und Kirche sei aber wichtig, der Platz sei symbolhaft ein verbindendes Element. Dass die politische Gemeinde den bisher genannten Kirchplatz zum Rathausplatz erklärte, bedauerten die Geistlichen aber dann doch. Beim Boulespiel Team Kirchplatz gegen Team Rathausplatz, mit beiden Pfarrern, Bürgermeister und Bürgern, hatte indes das Kirchenteam das Glück auf seiner Seite, wenn man so will, ein Teilerfolg.

Nach zehn Monaten Bauzeit eine neue Ortsmitte

Seit zehn Jahren beschäftige sich die Gemeinde mit der Dorfsanierung, die mit der Einweihung des Platzes einen vorläufigen Abschluss gefunden habe, erwähnte Bürgermeister Heinrich Dixa. Nach zehn Monaten Bauzeit mit vielen Einschränkungen für die Bewohner, böte der Ortsmittelpunkt nun ein modernes und harmonisches Erscheinungsbild, sagte Dixa. Es sei nicht nur ein Ort der Generationen, sondern auch beliebter Anlaufpunkt für Touristen. Mit zusätzlichen neuen Parkplätzen entlang der Rathausstraße, einem öffentlichen WC und dem neuen Buswartehäuschen, sei die dörfliche Infrastruktur erheblich verbessert worden. Sieben Millionen Euro Gesamtinvestitionen seien durch Mittel des Landesförderungsprogrammes, einschließlich privater Maßnahmen, ausgelöst worden. Diese Projekte habe die Gemeinde ohne Kredite finanzieren können, betonte der Bürgermeister. Sandra Boser, Landtagsabgeordnete der Grünen, erwähnte, dass Ringsheim mit dem Bahnhalt (Europa-Park) eine große Rolle im Ortenaukreis einnehme. Die Förderung des ländlichen Raumes sei ein wichtiges Signal der Landesregierung, um die Gemeinden zu stärken und attraktiv zu gestalten. Mit etwa 480 000 Euro sei der fertiggestellte Bauabschnitt in Ringsheim gefördert worden.

Eine echte Attraktion für Kinder ist die neue Fontänenanlage vor dem Rathaus. Schon kurz nach der Fertigstellung versammelten sich Kinder auf dem bisher wenig belebten Platz, um zu planschen. Die Kleinkindgruppe "Lollipopgirls" trug mit einem Tanz zum Programm bei. Auf der Südseite des Seniorenheims besteht mit dem Bouleplatz besonders für deren Bewohner Gelegenheit, sich sportlich zu betätigen. Auch das Seniorenheim und die Tagespflegestation hatten an diesem Tag für die Besucher die Türen geöffnet.

Autor: Adelbert Mutz