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09. Oktober 2009 22:23 Uhr

60 Fragen an...

Roland Mack wird 60

Der Chef des Europa-Parks Roland Mack feiert am Montag seinen 60. Geburtstag. Und für jedes Lebensjahr haben wir ihm eine Frage gestellt. 60 Fragen. Und 60 Antworten – blitzschnell und spontan.

  1. Europapark-Chef Roland Mack. Foto: Marcus Gernsbeck

RUST. Roland Mack hat nur 30 Minuten Zeit, als wir ihn in der Bar seines Hotels Colosseo im Europa-Park treffen. Mehr Zeit wäre natürlich besser gewesen. Die haben wir aber nicht. Roland Mack ist ein vielbeschäftigter Mann.

1. Wie beginnt für Sie ein guter Tag?
Mack: Sonnenschein am Morgen gehört schon dazu.

2. Lieber früh aufstehen oder spät schlafen gehen?
Mack: Bei mir gibt’s im Alltag eher beides.

3. Treiben Sie Frühsport oder überhaupt Sport?
Mack: Schwimmen, Gymnastik, Wandern. Früher habe ich auch gerne Fußball gespielt. Manchmal spiele ich noch Golf oder Tennis, aber alles nicht regelmäßig.

4. Und was hindert Sie daran? Oder, um im der Golfersprache zu bleiben: Was ist Ihr Handicap?
Mack: Ich habe Handicap fünf: Meine Frau, drei Kinder und der Park.

5. Heimat? Was haben Sie da vor Augen?
Mack: Wurzeln, Identität, Sympathie.

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6. Zuhause – ist das Waldkirch oder Rust?
Mack: Eine schwierige Frage. In Waldkirch und im Elztal sind meine Wurzeln. Da komme ich her. Inzwischen wohne ich aber die längste Zeit meines Lebens in Rust.

7. Badnerlied – Können Sie die Strophen auswendig singen wie Hubert Burda?
Mack: Die ersten zwei Strophen schon. Dann muss ich auf die Mundwinkel der Mitsänger achten.

8. Ihre Lieblingsecke im Park?
Mack: Das kann ich nicht so einfach beantworten. Das ist vom Wetter abhängig. Es gibt wirklich viele schöne Plätze im Park.

9. Und der Garten von Schloss Balthasar?
Mack: Bei schönem Wetter unbedingt.

10. Ein Spiel, das Sie mit Freunden spielen und in dem Sie sich unschlagbar fühlen?
Mack: Früher, klar Skat. Das war noch zur Studentenzeit. Heute gibt’s die Runde nicht mehr.

11. Können Sie gut verlieren?
Mack: Ja.

12. Was kann Sie auf die Palme bringen?
Mack: Unaufrichtigkeit, und wenn jemand nicht die Wahrheit sagt.

13. Was machen Sie dann? Hauen Sie mit der Faust auf den Tisch?
Mack: Nein. Ich bin kein Choleriker.

14. Nationalfeiertag: 3. Oktober oder 9. November ?
Mack: Emotional der 9. November, der Tag des Mauerfalls. Politisch korrekt ist aber doch eher der 3. Oktober.

15. Schwarz oder gelb?
Mack: Schwarz-gelb.

16. Drittes und viertes Gleis an die Autobahn, oder Bahn an die Bahn?
Mack: Da fällt mir eine Festlegung schwer. Da sind noch einige Varianten in
Streckenführung und Ausführung im Gespräch. Wenn es eine Lösung aus Sicht der Politik und vor allem aus Sicht der Menschen gibt, werde ich nicht dagegen sprechen. Ich muss aber gestehen, dass ich zu der Frage noch keine so klare Antwort habe.

17. Spielen Sie ein Instrument?
Mack: Nein. Mein Sohn Thomas und meine Frau Marianne sind die Musikalischen in der Familie. Ich habe mich immer mehr für Technik interessiert.

18. Was fühlen Sie, wenn sie auf dem Blue Fire Megacoaster fahren?
Mack: Speed, also Geschwindigkeit. Und Emotionen pur.

19. Einen Rat, den man beherzigen sollte, wenn man zum ersten Mal einsteigt?
Mack: Einfach tun. Nicht zu viel nachdenken.

20. Glauben Sie an Horoskope?
Mack: Nein.

21. Wer war der größere Pionier – Walt Disney oder Franz Mack?
Mack: Eine Kombination von beiden, das wäre eine spannende Sache. Walt Disney kam von der Filmproduktion ins Geschäft, mein Vater vom Fahrgeschäft, also von der Technikseite her. Die Präsentation der Themen, das haben wir von Disney gelernt.

22. Vegetarier oder Fleischesser?
Mack: Fleischesser.

23. Mehr Sympathien für Bill Clinton, Henry Maske oder Günter Gorecky?
Mack: Das ist eine seltsame Frage. Wie kann man die drei vergleichen? Bill Clinton hat Charisma. Die Rede, die er zum 60. Geburtstag von Karlheinz Kögel hier im Park hielt, war sehr emotional und sehr beeindruckend für mich. Günter Gorecky mag mir diese Sympathie für Clinton verzeihen.

24. Wie bekämpfen Sie Erkältungen?
Mack: Ich hab’s gerade angewandt. Ein Gang in die Sauna, dann warm eingepackt. Manchmal noch das eine oder andere Hausmittelchen von innen.

25. Als Kind wollten Sie sein wie...?
Mack: Wie mein Vater.

26. Wo haben Sie Ihre Frau kennen gelernt?
Mack: Auf einer Party ihrer Cousine.

27. Die drei wichtigsten Dinge in Ihrem Leben?
Mack: Bodenständigkeit. Ehrliche Freundschaft. Zuverlässigkeit.

28. Ihr schönster Moment bis heute?
Mack: Es gab so viel tolle Momente in meinem Leben. Jeder ist der schönste zu seiner Zeit.

29. Das schönste Alter – bis jetzt?
Mack: Immer das Alter, welches ich gerade erreicht habe.

30. Sie haben Freizeit: Film oder Buch?
Mack: Buch.

31. Lieblingsfach in der Schule?
Mack: Mathematik

32. Sind Sie Raucher?
Mack: Gelegentlich. Wenn, dann aber eine Zigarre. Ich habe noch nie eine Zigarette geraucht.

33. Lungenzug oder gepafft?
Mack: Gepafft.

34. Sind Sie Mitglied in einem Sportverein?
Mack: Ja in zweien, im SV Rust und im SV Waldkirch.

35. Was ist besser – Arbeit oder Schule?
Mack: Arbeit.

36. Haben Sie Hobbys?
Mack: Nur eines – der Park.

37. Beschreiben Sie sich mit einem Satz?
Mack: Ich bin unablässig Optimist.

38. Ihre Glückszahl?
Mack: Ich kenne keine.
39. Was mögen Sie an sich gar nicht?
Mack: Meine Ungeduld.

40. Gehen Sie noch zu Klassentreffen?
Mack: Ja. Demnächst haben wir eines. Mal schauen, ob ich noch alle wiedererkenne. Die wurden auch nicht jünger.

41. Wann kamen Sie sich das letzte Mal wie ein Idiot vor?
Mack: Noch nie.

42. Wo sitzt oder liegt der komplett relaxte Roland Mack?
Mack: Auf einer Bank auf meinem Bauernhof.

43. Der goldene Ratschlag Ihres Vaters?
Mack: Immer fleißig sein.

44. Die ganze Welt, also wirklich alle hören Ihnen ein paar Sekunden zu: Was sagen Sie ins Mikrofon?
Mack: Wir müssen gemeinsam alles tun, damit uns der Frieden auf der Welt erhalten bleibt.

45. Ist noch eine Auszeichnung übrig, die Sie noch nicht bekommen haben?
Mack: Es ist richtig, ich habe viele Auszeichnungen bekommen. Aber es nicht so, dass man ständig danach strebt.

46. Was bedeutet für Sie Glaube?
Mack: Halt.

47. Was bedeutet Jesus für Sie?
Mack: Er ist der Sohn Gottes. Ob sich das aber so verhält, wie wir Menschen uns das vorstellen, weiß ich nicht. Was er uns lehrt, ist entscheidend.

48. Ein Bibelzitat, das immer passt?
Mack: Die zehn Gebote. Das sind wunderbare Lebensweisheiten

49. Sie gehören zur 68er Generation. Waren Sie auch auf der Straße?
Mack: Nein. Ich habe lieber Mathematik und Technik gelernt.

50. Ist diese Zeit völlig spurlos an Ihnen vorübergegangen?
Mack: Nein, natürlich nicht. Wir hatten unter den Studenten schon heiße Diskussionen.

51. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?
Mack: Gesund alt zu werden.

52. Ihr Gedanke, wenn Sie den Mond betrachten?
Mack: Dass die Menschen es geschafft haben, dorthin zu gelangen, ist eine gigantische Leistung. Ich habe einmal mit Eugene Cernan, dem letzten Menschen auf dem Mond, sprechen können. Es war ein beeindruckendes Gespräch.

53. Sie müssen einen Monat auf eine einsame Insel: Welche drei Dinge packen
Sie ein?
Mack: Muss ich wirklich auf eine Insel? Nee!

54. Ihr Lieblingsessen?
Mack: Bibeliskäs mit Brägele oder Pellkartoffeln.

55. Und was trinken Sie dazu?
Mack: Eine feine Apfelschorle.

56. Können Sie eigentlich kochen?
Mack: Zum Überleben reicht’s.

57. Ihr Lebensmotto?
Mack: Verlange nichts von anderen, was du selbst nicht bereit bist, zu geben.

58. Lieber malen oder lieber singen?
Mack: Lieber malen.

59. Fast 60, zwei Söhne im Unternehmen, plant man da schon, sich aufs Altenteil zurückzuziehen?
Mack: Nein, aber der Übergang ist eingeleitet.

60. Wie fanden Sie die letzten 59 Fragen?
Mack: Spannend.

Autor: Klaus Fischer