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06. Juli 2009

Jana Zirra: Friedrich Neff für Tourismus entdecken

SPD-Bundestagskandidatin informiert sich bei Bürgermeisterin Daniela Meier über kommunalpolitische Themen in Rümmingen

  1. Zwei Frauen entdecken Freiheitskämpfer Friedrich Neff neu: SPD-Bundestagskandidatin Jana Zirra (links) und Rümmingens Bürgermeisterin Daniela Meier im Gespräch. Foto: privat

RÜMMINGEN (BZ). Alltagssorgen einer kleinen Gemeinde standen im Mittelpunkt des Informationsbesuchs von Jana Zirra, SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim, bei Bürgermeisterin Daniela Meier.

Beeindruckt war die Kandidatin vom Geburtshaus eines der Köpfe der Badischen Revolution, Friedrich Neff. "Das Haus könnte ein Anziehungspunkt für Touristen sein, man müsste es nur stärker vermarkten", ist sich Zirra sicher.

Anhand dieses Beispiels erläuterte die Rathauschefin das Problem kleiner Gemeinden: "Interessante Projekte wie diese bleiben oft zu Gunsten dringender oder wichtiger Angelegenheiten liegen. Der Mitarbeiterstab ist in kleinen Gemeinden auf die alltäglichen Verwaltungsarbeiten ausgerichtet", beschrieb die Bürgermeisterin ihren Alltag. Um diesen auch gleich näher zu umreißen. Zur Zeit stünden in Rümmingen vor allem Infrastrukturthemen wie die Ortsumfahrung auf der Tagesordnung. "Bei über 8000 Fahrzeugen, die täglich durch die Gemeinde fahren, kann ich verstehen, weshalb die Bürger dafür kämpfen", so die SPD-Bundestagskandidatin. Meier berichtete von den Diskussionen um die Hoch- oder Tieflage der künftigen Umgehung. Ein Vorentwurf sei auf Landkreisebene erarbeitet. Dieser stoße wegen der Streckenführung in Hochlage und der damit verbundenen hohen Lärmschutzwand beziehungsweise Lärmschutzwälle aber auf Widerstand bei der Bevölkerung.

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Der Ausbau der Buslinie 55 hingegen ist für die Gemeinde ein nachvollziehbarer Wunsch. Allerdings orientiert sich Rümmingen vor allem in Bezug auf die Arbeitsplätze auch nach Lörrach und ins Wiesental. Deshalb müssten diese von der Bevölkerung benötigten Verbindungen ebenso ins Kalkül mit einbezogen werden, betonten Zirra und Meier.

Auf Interesse stieß bei Zirra die Idee, das Möschlinareal als neues Dienstleistungszentrum zu nutzen. Angedacht ist, den Dorfladen hierhin zu verlegen, auch die Sparkasse Markgräflerland wolle dahin umziehen.

Die Bürgermeisterin informierte ferner über ihre Vorstellungen zu einem betreuten Wohnprojekt. "Das macht für kleine Orte Sinn. So können die Bürger in ihrer vertrauten Umgebung alt werden", betonte Zirra. Sie empfahl das Gespräch mit Hans Kaufmann vom Seniorenzentrum Mühlehof in Steinen. Dort funktioniert die Betreuung durch starkes bürgerschaftliches Engagement.

Autor: bz