Für den Standort Ettenheim

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 17. April 2018

Rust

Die Krankenhausversorgung im Ortenaukreis war ein wichtiges Thema bei der SPD Rust.

RUST (BZ). Bei der Hauptversammlung der SPD Rust war auch die Kliniksituation in der Ortenau ein Thema. Die SPD will für den Erhalt des Standorts Ettenheim kämpfen.

Laut Günter Gorecky, dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, herrscht seit Jahren eine große Kluft zwischen der Entwicklung der Lohnkosten und der Budgets: "Die Krankenhäuser rutschen stets ins Minus." Ein weiteres Problem sei die Sicherstellung der zukünftigen medizinischen Versorgung in der Ortenau. Es herrsche ein zunehmend flächendeckender Ärzte- und Pflegekräftemangel. Gründe sind laut Gorecky nicht nur schlechtere Löhne, sondern auch nachteilige Arbeitsbedingungen, die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes und die Entwicklungsmöglichkeiten der Ärzte in den verschiedenen Häusern.

Gutachten sollen nun für Klarheit sorgen, wie es in der Ortenau weitergeht. "Wir werden uns für den Standort Ettenheim massiv einsetzen, damit in unserer nahen Region die Versorgung gewährleistet ist", betonte Gorecky, "wir reden auch vom nördlichen Breisgau, der im Krankenhaus in Ettenheim versorgt wird." Karl-Heinz Debacher wurde deutlicher: "Hier müssen Entscheidungen nicht aus Fraktionsinteressen, sondern aus den betreffenden Regionen heraus gefällt werden. Was geschieht, wenn im Europa-Park ein Großschaden auftritt? Wohin mit den Betroffenen?"

Gemeinsam und gebündelt für den Breitbandausbau

Wie Gorecky weiter erläuterte, gehen Kreis und Kommunen mit der Gründung der Breitband Ortenau GmbH & Co. KG gemeinsam und gebündelt den Breitbandausbau in der Ortenau an. Der Schwerpunkt der Versorgung liege aber vor allem im Gewerbe, in dem sehr große Datenmengen transportiert werden müssen. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner sprach von einer "guten Regierungsmannschaft, die an einem Strang zieht". Die Devise laute nun "ran an die Arbeit". Die SPD stehe nun mit Andrea Nahles und Olaf Scholz mitten im Generationenwechsel und die Stimmung in der Fraktion sei außerordentlich positiv.

Der Ortsvereinsvorsitzende Edgar Hauser blickte auf das 50-jährige Bestehen des Ortsvereines Rust, das Kesselfleischessen oder die Aktivitäten im Wahlkampf zurück. Kassierer Toni Hellmann gab eine erfreuliche Kassenlage wieder, wies aber auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr hin, welche wieder einige Gelder verschlingen werden.

Wahlen: Delegierte für die Europawahlkonferenz: Edgar Hauser, Günter Gorecky; Ersatzdelegierte: Karl-Heinz Debacher, Jürgen Doerk

Ehrungen: 50 Jahre: Jürgen Doerk, Toni Hellmann

Weitere Informationen unter http://www.spd-rust.de