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20. Juni 2012 10:29 Uhr

Religion

Salafisten – Glaube ist Ansichtssache

Es gibt sie schon lange, doch in letzter Zeit machen sie immer mehr auf sich aufmerksam. Die Rede ist von Salafisten, einer Vereinigung strenggläubiger Muslime. In den letzten Monaten waren sie mehrfach in den Medien zu sehen.

  1. Salafisten verteilten den Koran öffentlich in Fußgängerzonen. Foto: DAPD

Salafisten sind sehr strenggläubige Muslime, sie richten alles, was sie machen, nach dem Koran. Der Koran ist das heilige Buch der Muslime, vergleichbar mit der Bibel für die Christen. Die Religion der Muslime ist der Islam.

Im Islam legen aber nicht alle den Koran gleich aus, glauben also nicht auf die gleiche Weise an das, was in ihm steht. Dadurch gibt es verschiedene Untergruppen im Islam. Es gibt Schiiten, Sufis, Alviten und noch einige mehr. Doch um Muslim zu sein, muss man einer solchen Gruppe nicht angehören, es reicht, sein Leben dem Koran zu widmen.

Was die Salafisten auszeichnet, ist die Art, wie sie ihren Glauben ausleben. Sie predigen eine Rückkehr zum Ursprung ihres Glaubens und wollen wie ihre Vorfahren leben. Den Koran befolgen sie Wort für Wort, wer das nicht macht, ist in ihren Augen nicht gläubig.

In letzter Zeit sind die Salafisten durch eine deutschlandweite Verteilung des Korans in den Medien aufgetaucht. Sie haben in vielen Städten kostenlos ihr heiliges Buch an Fußgänger verteilt. Mit dieser Aktion wollten sie wohl neue Mitglieder werben und auf sich aufmerksam machen.

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In Nordrhein-Westfalen haben Salafisten die Demonstration einer rechtsradikalen Gruppe attackiert. Der Grund für den Angriff war, dass die rechtsradikalen Demonstranten Bilder des Propheten Mohammed in den Händen hielten. Für Muslime ist das eine unverzeihliche Beleidigung. Viele von ihnen wurden festgenommen. Die Salafisten als Vereinigung sind nun verboten, doch ihren Glauben kann man nicht verbieten, deshalb wird es auch weiterhin Salafisten geben.

Autor: Benjamin Dietrich


1 Kommentar

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Joachim Datko  

Joachim Datko

Registriert seit: 02.06.2009

Kommentare: 59

21. Juni 2012 - 09:08 Uhr

Religionen sind anachronistisch

Religionen verharren in uralten Traditionen, sie wiederholen über Jahrhunderte und Jahrtausende uralte Texte und Riten und sind in geistiger Stagnation wie in einem Käfig gefangen. „Heilige Bücher“ werden über Jahrhunderte und Jahrtausende immer wieder gelesen, mit den Inhalten werden die Menschen Generation für Generation indoktriniert.

Heute verlangt der Mensch nach Begründung, die Naturwissenschaften erziehen zu rationalem Denken. Der Humanismus stellt den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt und nicht etwa fiktive Götter und Teufel. Die Wissenschaften erklären die Welt rational und führen zu Wohlstand und einer sehr guten medizinischen Versorgung. Religion ist Privatsache.

Ich bin gerne bereit, gegenüber Print- und Internetmedien, zum Unterschied zwischen religiöser Weltsicht und rationaler Welterklärung Stellung zu nehmen.

Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de

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