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20. Juli 2012
Schnuppern im Posaunenchor
BZ-INTERVIEW mit Chorleiter Reinhard Oesterle.
KENZINGEN (asa). Der Kenzinger Posaunenchor, Teil der evangelischen Kirchengemeinde, wurde 2010 wiedergegründet. Seitdem spielt der Bläserchor auf vielen Gemeindeveranstaltungen, zuletzt im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes beim Boulevard Breisgau. Er spielt dabei Musik aus allen Epochen und legt Wert darauf, immer wieder mit den anderen Musikgruppen der Gemeinde zusammenzuarbeiten.
Nun will der Kenzinger Posaunenchor wachsen. Denn momentan besteht die 2010 wiedergegründete Bläsergruppe nur aus elf Mitgliedern. Ein Grund für den Posaunenchor, alle Interessenten zu Schnupperproben einzuladen. Anna Schughart sprach mit Chorleiter Reinhard Oesterle über den Posaunenchor Kenzingen.BZ: Den Posaunenchor Kenzingen hat eigentlich eine längere Geschichte, 1981 wurde er gegründet, dann aber 2001 aufgelöst. Wie kam es zu der Neugründung?
Oesterle: Im Jahr 2010 gab es eine Initiative der Bläserinnen Angelika Krüger und Cornelia Schmidt, die wieder eine Bläsergruppe im kirchlichen Rahmen einrichten wollten. Wiedergegründet wurde der Chor dann im Mai 2010 mit Bläsern und Bläserinnen, die schon bis 2001 in diesem Chor gespielt hatten.
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BZ: Was waren bisherige Höhepunkte in der Geschichte des neuen Chors?
Oesterle: Im Dezember 2010 hatten wir unseren ersten Auftritt im Rahmen einer Gottesdienstbegleitung in der evangelischen Kirche in Kenzingen. Seitdem haben wir in vielen Themengottesdiensten in der evangelischen Kirche gespielt, aber auch in ökumenischen Gottesdiensten. Außerdem haben wir vor Weihnachten in einem Altenwohnheim und beim Martinsumzug für den Kindergarten mitgewirkt. Ein Höhepunkt war auch, als der Landesposaunenwart Heiko Petersen uns dieses Jahr in einer Probe besuchte.
BZ: Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Posaunenchors?
Oesterle: Es wäre schön, wenn wir einmal so viele Bläser und Bläserinnen in unserem Kreis hätten, dass wir einen Ausfall in einer Stimme überbrücken könnten. Außerdem wollen wir unser Notenmaterial erneuern und neue Instrumente zur Ausbildung von Anfängern und Anfängerinnen anschaffen.
BZ: Was ist das Besondere an einem Posaunenchor? Wie unterscheidet er sich
von anderen Chören?
Oesterle: Gemeinsam mit Vokalchören hat er die Aufteilung der Stimmen in Sopran, Alt, Tenor und Bass. Das Besondere am Posaunenchor gegenüber einem Vokalchor ist die ständige Auseinandersetzung mit dem Instrument, um Lippen- und Wangenspannung und Technik zu halten und zu erweitern. Im Posaunenchor gibt es alle Blechblasinstrumente, die seinen typischen Klang ausmachen. Also nicht, wie man vermuten könnte, nur Posaunen.
BZ: Was erwartet mich, wenn ich eine Schnupperprobe besuche?
Oesterle: Durch die Schnupperkurse wollen wir interessierte Menschen, unabhängig von der Konfession, an unseren Chor heranführen. Die Teilnehmer können die ausgelegten Instrumente in die Hände nehmen, ausprobieren und das Anfreunden mit Trompete, Horn jeglicher Art, Tuba oder Posaune testen. Ein eigenes Instrument ist bei diesen Schnupperabenden nicht erforderlich. Die Einladung geht an Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren.
ZUR PERSON: REINHARD OESTERLE
ist wohnhaft in Weisweil, 63 Jahre alt und hat eine Familie mit drei Kindern. Neben der Chorleitung des Posaunenchors, die er seit zwei Jahren innehat, spielt er auch selbst gerne Posaune, Tuba und Trompete und singt außerdem in einem Chor.
Autor: asa
Autor: asa



