Auf dem Weg zur Palliativversorgung

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Von Ulrike Jäger & BZ-Redaktion

Mi, 24. Januar 2018

Schönau

Sozialstation Oberes Wiesental erhält Geld von den Rotarierern für die Ausbildung einer Fachkraft.

SCHÖNAU (kr). Große Freude herrschte bei der Kirchlichen Sozialstation Oberes Wiesental im ehemaligen Spital in Schönau. Schönaus Altbürgermeister Bernhard Seger, Präsident des Rotary Clubs Schopfheim-Wiesental, und Thomas Faller aus dem Clubvorstand überbrachten eine Spende der Rotarier in Höhe von 2000 Euro sowie ein Geschenk für das Team um Geschäftsführer Karl-Heinz Huber. Man sei im Vorstand übereingekommen, dass dieses Geld bei der Sozialstation gut eingesetzt wäre, erklärte Seger.

Geschäftsführer Karl-Heinz Huber, Fachbereichsleiter Altenhilfe des St.Josef-Hauses, erklärte, dass mit der Spende die Ausbildung einer Mitarbeiterin finanziert werde, die sich auf Palliativversorgung spezialisiert. Die Sozialstation sei für die flächendeckende Versorgung im Oberen Wiesental verantwortlich, und die Pauschalen genügten nicht, um kostendeckend arbeiten zu können, so Huber. Die Ausbildung zur Palliativschwester dauere zwei Jahre in Würzburg, erläuterte Pflegedienstleiterin Annette Schnee. Die meisten Menschen wünschten sich eine Versorgung in ihrer vertrauten Umgebung, auch im letzten Krankheitsstadium bis zum Tod, weswegen die Spende für diese Spezialausbildung besonders wertvolle sei, betonte Schnee. Die Palliativversorgung kann ambulant oder stationär erfolgen – auf beides haben Versicherte einen gesetzlichen Anspruch.

Die Sozialstation betreut 300 bis 350 Personen bei rund 200 Hausbesuchen pro Tag. Auch die Tagespflege in Zell wird betreut. 15 Vollstellen gibt es im Pflegedienst mit 30 Personen. Das Angebot der Sozialstation an der Friedrichstraße (B 317) umfasst die Begleitung zu Behörden, Ärzten und Betreuung zu Hause, es gibt Essen auf Rädern und den Hausnotruf (mit der Hausnotrufzentrale Freiburg).