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13. Oktober 2017

Der Weg zum Team führt über die Plane

Beim ersten Teambildungstag an der Kaufmännischen Schule gab es mit einfachen Mitteln große Aha-Erlebnisse.

  1. Manchmal ist es gar nicht so einfach, aneinander vorbeizukommen: Eine Szene beim Teambildungstag der kaufmännischen Schule. Foto: ZVG

SCHOPFHEIM. An der Kaufmännischen Schule wurde zu Beginn des Schuljahres ein neues pädagogisches Konzept angewendet, um die Teambildung in den Klassen zu entwickeln. Die Kaufmännische Schule verbucht ihren ersten "Come together day" als vollen Erfolg.

Unter dem Motto "Come together day" erlebten circa 150 neue Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen an der KSS einen spannenden Teambildungstag. Dieser verfolgte das vorrangige Ziel, die Klassengemeinschaft zu stärken, um unter den Neuen eine lernförderliche Atmosphäre für’s neue Schuljahr zu schaffen.

Spiel, Sport und Spaß sollten bei der Planung des Teambildungstages nicht zu kurz kommen und auch das Thema gesunde Lebensweise wurde aufgegriffen. Im Ergebnis ergab das ein umfassendes Konzept mit sechs Stationen an drei verschiedenen Orten in Schopfheim.

"Es hat uns stolz gemacht, dass wir als Gruppe so gut funktioniert haben"

Kommentar eines Teilnehmers am KSS-Teambildungstag
Für den Gesundheitsaspekt wurde die AOK mit einem Sinnesparcours und einer Biozoommessung ins Boot geholt. Gespannt, aber auch skeptisch beäugten die Schüler ihre Ergebnisse bei der Messung. Sollten die Ergebnisse tatsächlich stimmen? Dann muss sich der Eine oder Andere doch Gedanken über seine Ernährungsweise machen.

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Ergänzt wurde das Angebot durch einen Erste-Hilfe-Kurs vom Deutschen Roten Kreuz, deren Vertreter extra mit einem Krankenwagen angereist waren. So konnten die Schüler nicht nur ihre Kenntnisse zum Thema Erste Hilfe auffrischen, sondern auch vor Ort einen Krankenwagen von innen besichtigen.

Um den sportlichen Aspekt kümmerten sich die Sportlehrer und lockten mit einem Schnupperkurs zur Selbstverteidigung und einem weiteren Angebot unter dem Motto "Powern als Team". Wichtigste Lektion in Sachen Selbstverteidigung: "Bringt euch nicht fahrlässig in problematische Situationen." So sei es keine gute Idee, nachts auf dem Bahnsteig mit dem neuesten Smartphone zu prahlen oder eine Gruppe angetrunkener Jungs nach Feuer zu fragen.

Zwei der Stationen wurden von externen Erlebnispädagogen angeboten. Sie begeisterten die Schüler mit einfachen, aber doch sehr wirkungsvollen Aufgaben, die nur in Teamarbeit zu bewältigen waren. So schauten die Schüler zunächst skeptisch und etwas ratlos beim "Planenspiel". Für 15 bis 20 Schüler galt es, eine zwei mal drei Meter große Plane von rechts auf links gedreht zudrehen, ohne dass jemand die Plane verlässt. Kommunikation und Teamarbeit waren gefragt, um das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schafften es fast alle Gruppen, der Plane zu trotzen. Die Schüler erkannten, wie gut es sich anfühlt, wenn man als Gruppe eine schwierige Aufgabe zusammen bewältigt.

Am Ende waren alle begeistert vom "Come together day". Kommentare lauteten etwa: "Der Klassenzusammenhalt wurde gestärkt", oder auch "es hat uns stolz gemacht, dass wir als Gruppe so gut funktioniert haben". Ein gutes Gefühl haben auch die Lehrkräfte, wenn sie den Teambildungstag Revue passieren lassen. Natürlich gibt es an einigen Stellen bei der Planung und Umsetzung des Tages Optimierungsmöglichkeiten, aber im Großen und Ganzen wurde der "Come together day" als Erfolg verbucht. Er soll deshalb fest in das Konzept der Schule integriert werden.

Autor: Sandra Steidel