Expedition ins heimische Tierreich

Martin Eckert

Von Martin Eckert

Sa, 06. Mai 2017

Schwörstadt

Der Naturschutzbund (Nabu) besuchte Frösche, Kröten und Unken im Biotop im ehemaligen Kieswerk in Wyhlen.

GRENZACH-WYHLEN. Das Biotop in Wyhlen in der ehemaligen Kiesgrube ist zur Heimat zahlreicher teils auch gefährdeter Arten geworden. Am Donnerstagabend bot der Naturschutzbund (Nabu) zum inzwischen fünften Mal eine Amphibienexkursion in das FFH-Naturschutzgebiet an. Die Amphibienfreunde konnten sich eine ganze Menge Frösche, Unken und Kröten aus nächster Nähe ansehen.

Rund ein Dutzend Neugierige aus der ganzen Region trafen sich bei Einbruch der Dämmerung am Parkplatz oberhalb des Biotops, um von dort aus die Exkursion unter der Führung von Stefan Kaiser und Maximilian Sieber vom Nabu zu starten. Kaiser führte mit einem kurzen Vortrag über die in der Region vorkommenden Amphibien in die Veranstaltung ein und erklärte anhand von Bildern die jeweiligen Besonderheiten und Unterschiede der jeweiligen Arten.

Ausgestattet mit dem nötigen Grundwissen, vor Wasser geschützt mit Gummistiefeln und bewaffnet mit Taschenlampen und Köchern, ging es in die Tiefen des Naturschutzgebiets, das mit seinen vielen Tümpeln und Teichen einen optimalen Lebensraum für die Amphibien bietet. Wobei das Quak-Konzert der verschiedenen Frösche und Kröten eine ungefähre Lokalisierung möglich machte.

Anhand der unterschiedlichen Paarungsrufe war es den Experten vom Nabu schon von Weitem möglich, zu bestimmen, mit welcher Art sie es zu tun hatten. Die Tiere bewiesen selbst aber auch ein feines Gespür und stellten ihr Konzert ein, sobald sich die Gruppe den jeweiligen Tümpeln näherte.

Dank des Fachwissens des Nabu-Teams, das genau wusste, wo zu suchen war, konnten in kürzester Zeit etliche Seefrösche, Gelbbauchunken, Kreuzkröten und Fadenmolche gefunden und teilweise auch von Hand oder mit den Köchern eingefangen werden. Im Schein der Taschenlampen konnten die Teilnehmer sich diese dann in aller Ruhe und von allen Seiten betrachten. Sie konnten auch fotografiert werden, bevor sie wieder in die Freiheit entlassen wurden.

"Die Menge ist gar nicht schlecht", freute Kaiser über die vielen Tiere, die in den knapp anderthalb Stunden gesehen wurden. Insgesamt bietet der Nabu dieses Jahr rund 15 Exkursionen an.

Weitere Infos und Termine: http://www.nabu-loerrach.de