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10. April 2013

Im September kann’s losgehen

Zeit- und Kostenplan für Schwimmbadmodernisierung steht.

  1. Auch bei der Sprunganlage bringt die Modernisierung Neues: So soll es künftig ein Ein- und ein Drei-Meter-Brett geben. Foto: Heidi Fössel

SEELBACH. Der Startschuss für die Modernisierung des Familienbads ist gefallen. Die Verwaltung legte am Montagabend in der Gemeinderatssitzung einen detaillierten Plan für die nun erforderlichen Schritte vor. Das enge Zeitfenster sieht lediglich acht Monate für die komplette Bauphase vor. Bürgermeister Thomas Schäfer setzte für das Vorhaben eine klare Überschrift: "Trotz der begrenzten Bauzeit muss die Sorgfalt absolute Priorität haben".

Für die Bauphase steht nicht viel Zeit zur Verfügung. Deshalb hat die Verwaltung nach der Zusage im März für den Landeszuschuss auch gleich eine Planung ausgearbeitet und dem Rat nun vorgelegt. Den Ablauf der Arbeitsschritte stellte Bürgermeister Thomas Schäfer vor. Demnach schließt die diesjährige Badesaison vorzeitig zum 31. August, um die Baustelle am 2. September einzurichten. Welche Firmen die einzelnen Gewerke übernehmen, wird das Ergebnis der öffentlichen Ausschreibungen zeigen, die zum 12. Juni anberaumt sind. Die Vergabe wird der Gemeinderat in der Sitzung am 8. Juli beschließen.

Die Verwaltung behält sich für die Neueröffnung einen zeitlichen Spielraum vor: "Ziel ist es, die Badesaison 2014 am 19. Mai zu eröffnen. Aufgrund der Größe des Projektes und der nicht kalkulierbaren Wetterverhältnisse sollte jedoch ein Puffer eingeplant sein, so dass die Eröffnung auch optional am 26. Mai, aber spätestens am 2. Juni erfolgen kann", heißt es dazu in der Beschlussvorlage.

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Der erste Bauabschnitt sieht folgende Arbeitsphasen vor: die Modernisierung der gesamten Badewassertechnik, die Auskleidung und Neugestaltung des Beckens in Edelstahl sowie den Einbau und die Montage der Attraktionen. Erneuert wird die Sprunganlage mit einem Ein- und einem Drei-Meter-Brett. Die Breitwellenrutsche wird mit einem separaten Landebecken neu gebaut. Hinzu kommen Entwässerungskanalarbeiten, die Gestaltung der Duschplätze und Pflasterarbeiten. Abschließend sollen Pflanzen gesetzt werden.

Mehr Mitglieder für Projekt-Bauausschuss

Zunächst werden allerdings noch Abrissarbeiten nötig sein. Der zweite Bauabschnitt, der die Erneuerung der Heizanlage und die eventuelle Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Umkleidegebäudes vorsieht, soll aufgrund des erheblichen Finanzbedarfs zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Johannes Wagner von der SPD-Fraktion äußerte mit Blick auf den engen Zeitplan Bedenken. Er schlug deshalb vor, die Zahl der Mitglieder im Projekt-Bauausschuss zu verdoppeln. Die Empfehlung der Verwaltung formulierte für den Ausschuss jeweils einen Vertreter der drei Gemeinderatsfraktionen. Die Gemeinderäte befanden den Vorschlag von Johannes Wagner für sinnvoll und schicken nun insgesamt sechs Vertreter in das Projektgremium. Neben Bürgermeister Schäfer, dem Generalplaner und einem Verwaltungsmitglied bilden somit Josef Schwörer und Werner Göhrig (CDU), Johannes Wagner und Daniel Beck (SPD), Clemens Munz und Jürgen Deusch (FBL) den Bauausschuss für die geplante Schwimmbadmodernisierung.

Der vorgesehene Kostenrahmen liegt bei rund 2,2 Millionen Euro. Hiervon fließt eine halbe Million Euro aus einem Landestopf zur Förderung touristischer Infrastruktur. Die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg steuert 75 000 Euro bei. Somit verbleibt für die Gemeinde ein Eigenanteil von 1,6 Millionen Euro. Davon wiederum soll gut eine Million Euro über einen Kredit finanziert werden.

Autor: Beate Zehnle-Lehmann