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07. August 2012

So viel Natur lässt staunen

Die Teilnehmer der 3000-Schritte-Tour erleben den Adelberg in seiner ganzen Vielfalt.

  1. Von Werner Nuß ließen sich die Teilnehmer bei 3000 Schritten Wissenswertes zur Adelbergkirche erklären. Foto: Leony Stabla

  2. Biologe Thomas Schmidt erklärt die Hangwiese. Foto: Leony Stabla

RHEINFELDEN. Mit 3000 Schritten umrundeten am Sonntagmorgen viele Interessierte den Adelberg und bekamen dabei jede Menge Informationen über die Hangwiese, das Bauvorhaben "Residenz Adelberg" und die Adelbergkirche. Treffpunkt des Rundgangs, zu dem der Stadtmarketingverein Pro Rheinfelden geladen hatte, war das Haus Salmegg. Gemeinsam ging es über die Weinbergstraße zur Hangwiese, an der Biologe Thomas Schmidt viele spannende Infos parat hatte.

Die Hangwiese, die die Stadt von der Energiedienst AG gepachtet hat, gilt als naturnaher Futter- und Lebensraum für Insekten und soll deshalb unbedingt erhalten bleiben. Mit ihren etwa 100 Arten auf zehn Quadratmeter ist ihr Artenreichtum mit dem des Regenwaldes vergleichbar. Schmidt machte darauf aufmerksam, dass die Wiese aber nicht zu hundert Prozent natürlichen Ursprungs ist, denn durch regelmäßiges Mähen von Teilabschnitten wird das System gestört und verhindert, dass bestimmte Arten zu stark werden. In einem kleinen Bereich der Wiese jedoch kann man sehen was passiert, wenn die Wiese ganz sich selbst überlassen wird. Dann siedeln sich schnell Stauden, Sträucher und Bäume an und verhindern, dass Pflanzen, die viel Licht benötigen, wachsen können.

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Über den Weinberg ging es für die Teilnehmer auf dem oberen Weg zurück in Richtung Adelbergkirche, wo Organisatorin Gabriele Birlin-Pflüger über das Bauvorhaben "Residenz Adelberg" berichtete. Sie erklärte, dass es eine der letzten Chancen gewesen sei, den gewohnten Weg zu laufen, denn am ehemaligen Parkplatz neben der Kirche haben die Arbeiten schon begonnen.

Nach einer kleinen Auflockerung durch Thomas Schmidt, der einige Anwesende verschiedene Gedichte, wie zum Beispiel "Die Wiese" von Johann Wolfgang von Goethe vorlesen ließ, berichtete dann Werner Nuß über die Adelbergkirche, die mit ihrem Glockenturm von 1898 unter Denkmalschutz steht und das Bauvorhaben deshalb überleben wird. Auch erzählte er von dem Kompromiss des Architekten Rudolf Vogel, dessen Plan vorsieht, dass die neuen fünfstöckigen Wohngebäude in Richtung der Kirche abfallen werden, damit diese optisch weiterhin das größte Gebäude bleiben wird.

Zum Abschluss servierte Gabriele Birlin-Pflüger den Teilnehmern noch Kaffee auf der Terrasse des Haus Salmegg, sodass alle Anwesenden bei einem herrlichen Blick über den Rhein noch in Ruhe das eben Gehörte diskutieren konnten.

Info: Die nächste 3000-Schritte-Wanderung findet am Sonntag, 2. September, um 11 Uhr statt. Treffpunkt der Teilnehmer ist der Rathausbrunnen.

Autor: Leony Stabla