Spielgeräte zu teuer?

Christiane Franz

Von Christiane Franz

Do, 09. August 2018

Bahlingen

Debatte um Außengestaltung des U 3-Bereichs im Kindergarten .

BAHLINGEN. Als "nicht kleinkindgerecht und überaltert" gilt der Außenbereich für die Kleinkinder unter drei Jahren des Kindergartens Mühlenmatten. Die Aufsichtsbehörde verlangte bei der letzten Begehung im Frühjahr 2017 eine Herstellung des Geländes. Die von der Freien Landschaftsarchitektin Bettina Baier vorgestellte Planung stieß aufgrund der veranschlagten Kosten von 73 000 Euro auf Kritik bei einigen Räten.

Bettina Baier stellte das Konzept der Neugestaltung dem Gremium detailliert vor. Ein mit Bobbycar befahrbarer gepflasterter Weg, ein mit Sonnensegel zu beschattender Sandkasten, eine Balancier-Schlange aus mehreren unterschiedlich hohen Holzelementen sowie die drei Spielgeräte Maltisch, Schwingpferd und Wippchen sollen den Außenbereich für die Kleinsten attraktiv machen.

Notwendig sind dafür Erdarbeiten, Entwässerung, unterschiedliche Bodenbeläge sowie ein neuer Holzzaun. Gleichzeitig mit eingeplant ist ein neuer Müllbereich mit entsprechendem Nebengebäude, ein Schopf für die Unterstellung von Geräten oder Bobbycars sowie die Aufstellung eines gespendeten Spielhauses.

Wilfried Adler nannte die Summe von 73 000 Euro zu hoch und war der Meinung, das Gremium hätte der Planung eine Vorgabe von 60 000 Euro machen sollen. Sein Antrag, den Punkt deshalb zu verschieben, fand jedoch keine Mehrheit. Bernd Kreutner empfand die Baunebenkosten von rund 27 Prozent als sehr hoch und bat, diesen Posten detaillierter darzustellen und zu überprüfen.

Nadja Bühler bekundete Bereitschaft, für den Kindergarten etwas zu tun, befand jedoch die einzelnen Geräte wie ein Maltisch für den Außenbereich zum Netto-Preis von 1400 Euro "eine Hausnummer". Albert Mießmer hinterfragte die Haltbarkeit eines solchen Spielgerätes. Marianne Bär-Gendron wies darauf hin, beim Sonnensegel für den Sandbereich auf den Sonnenstand zu achten. "Vielleicht kann die Aufhängung flexibel gestaltet werden, so dass es entsprechend veränderbar ist", sagte Bettina Baier.

Gudrun Plasberg und Bernd Ernst betonten, dass die meisten Kosten für das Anlegen des Außenbereichs entstehen und nicht für die Spielgeräte. Bei diesen seien ja die Befestigungskosten inbegriffen, so Ernst. Außerdem handle es sich ja wohl um Geräte mit Gütesiegel, die eben ihren Preis hätten, so Plasberg. Bernd Männer begrüßte die Planung.

Mit vier Gegenstimmen beauftragte der Gemeinderat Bettina Baier mit der Ausführung. Ob diese noch 2018 geschehen könne, hänge von der Auftragslage der Firmen ab, so Baier. Für den Außenbereich waren 50 000 Euro veranschlagt worden, 23 000 Euro sind überplanmäßig. Allerdings könnten Haushaltsreste angerechnet werden, die im Kindergarten Webergässle eingespart wurden, so Bürgermeister Lotis.