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06. Februar 2012

Die Eisvögel treffen zu wenig

Freiburgs Basketballerinnen verlieren in Marburg 72:76.

MARBURG. Der Besuch fremder Sporthallen scheint den Basketballerinnen des USC Freiburg 2012 nicht gut zu bekommen. Im dritten Auswärtsspiel unterlag der Tabellenführer der ersten Bundesliga zum zweiten Mal – beim BC Marburg gab’s ein 72:76 (17:19, 19: 23, 13:15, 23:19). Nach 16 von 22 Hauptrundenspielen sind die Breisgauerinnen dennoch Tabellenerster.

Auch wenn es laut Trainer Harald Janson "innerhalb des Teams kein Gesprächsthema ist": Ins Playoff-Viertelfinale als Tabellenführer zu starten, ist kein Nachteil. Ein Garantieschein, die Finalserie zu erreichen, ist es allerdings auch nicht. Das weiß kaum jemand besser als die Mannschaft des BC Marburg, die in der Vorsaison die Hauptrunde als Erster beendete, dann aber in den Playoff-Halbfinals am USC Freiburg scheiterte.

Im Spiel am Samstag scheiterten die Breisgauerinnen vor allem an ihren Unzulänglichkeiten in den ersten Spielminuten. Die Eisvögel ließen einige Dreier des Liga-Dinos (Marburg ist seit 1992 in der ersten Bundesliga) zu, sie erlaubten sich etliche Ballverluste und sie konnten mehrere Offensivrebounds von Marburgs Centerin Lisa Koop, der mit 1,97 Metern größten Spielerin der Liga, nicht vermeiden. Da auch Sandra Weber an ihrem 27. Geburtstag einen Sahnetag erwischt hatte (vier Dreier), waren die Gastgeberinnen überlegen. "Wir konnten in der Anfangsphase nicht die nötige Spannung aufbauen", musste Trainer Janson hinterher eingestehen.

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So lagen die Südbadenerinnen schnell mit 3:11 im Rückstand (5. Spielminute). Sie führten zwar auch zweimal (15:13, 17:15), aber ansonsten rannten sie immer einem Rückstand hinterher, der in der 29. Spielminute sogar 13 Punkte betrug (44:57). Dennoch gaben die Eisvögel nicht auf – und um ein Haar wären sie dafür noch belohnt worden. In der letzten Spielminute traf Yvonne Turner mit zwei Freiwürfen und verkürzte den Rückstand auf zwei Zähler (72:74). Da sich der BC Marburg ein Technisches Foul eingehandelt hatte, bekamen die Eisvögel den Ball. Doch Turner verlor danach den Ball, das USC-Team foulte – und Amanda Davidson verwandelte ihre zwei Freiwürfe und besiegelte damit die Eisvögel-Niederlage.

Die hatten sich die Niederlage vor allem wegen der niedrigen Wurfquote zuzuschreiben. Aus dem Spiel heraus war nur jeder dritte Versuch der Eisvögel ein Treffer. Judie Lomax, vor einer Woche beim Heimerfolg gegen Meister Wasserburg noch überragend, brachte es dieses Mal nur auf zwei Punkte aus dem Spiel heraus, der Rest waren Freiwürfe. Marburgs Trefferquote lag dagegen bei 53 Prozent. "Das war der feine Unterschied", sagte Freiburgs Coach Harald Janson.

Marburg: Gohrke (3 Punkte), Koop (17), Schaake (2), Weber (20/davon 4 Dreier), Davidson (12/2 Dreier), Landry (5), Menz (13/2), Pierce (4). Freiburg: Turner (29/4), Ch. Höre, Möller, Tracey (8), Schindler (2), Bondarenko (2), Paunovic (14), Brunckhorst (6), Lomax (11).

Autor: Georg Gulde