Basketball

Eisvögel feiern ersten Zweitligasieg seit siebzehneinhalb Jahren

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 30. September 2017 um 22:30 Uhr

USC Eisvögel

In der ersten Partie seit siebzehneinhalb Jahren in der zweiten Bundesliga gewinnen die Basketballerinnen des USC Freiburg gegen Speyer-Schifferstadt 79:48. Phasenweise zeigt der Erstliga-Absteiger schöne Aktionen.

"Wir haben nicht so gut getroffen wie in den Vorbereitungsspielen. Aber wir haben gut ins Spiel gefunden und uns im Schlussviertel gesteigert, als es nötig wurde", sagte der 25-jährige USC-Trainer Pierre Hohn nach seinem Debüt-Spiel als Eisvögel-Coach. Luana Rodefeld, die neue Kapitänin des Teams, sah es ähnlich: "Wir hatten viel Energie, die wir vor allem in der Anfangsphase und dann im Schlussviertel aufs Parkett gebracht haben. Es war ein guter Start in die Saison und in die zweite Liga. Aber natürlich müssen wir noch besser werden. Nur dann werden wir unsere Ambitionen, also den direkten Wiederaufstieg, erfüllen können."

Gute Kulisse zum Saisonstart

450 Zuschauer wollten das runderneuerte Team in der Unisporthalle sehen. Eine gute Kulisse für das erste Zweitligaspiel. Gespannt waren die Fans auf die Eisvögel vor allem aus vier Gründen: Erstens stellt der USC in dieser Spielzeit eine sehr junge Mannschaft, das Durchschnittsalter beträgt 19,2 Jahre. Zweitens ist das Team gespickt mit deutschen Nachwuchs-Nationalspielerinnen von der U 15 bis zur U 20, zum großen Teil spielen sie schon seit Jahren in den Jugend-Mannschaften bei den Eisvögeln. Drittens gab es seit dem Abstieg nach 17-jähriger Zugehörigkeit zur ersten Bundesliga kein Heimspiel mehr – denn alle Vorbereitungsspiele auf die Saison fanden in fremden Hallen statt. Und viertens hoffen sie bei den Eisvögeln, dass die zweite Liga nur ein einjähriges Intermezzo wird.

Ins Spiel gegen Speyer-Schifferstadt ging die Mannschaft mit großer Energie. Mit einer Pressverteidigung in des Gegners Hälfte wurden die Spielerinnen des Gastes empfindlich am geordneten Aufbauspiel gestört. Speyer-Schifferstadt hatte große Probleme, in die Spielhälfte des USC zu kommen. Viereinhalb Minuten dauerte es, ehe der TSV zu seinen ersten Punkten kam, zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 9:0 für die Südbadener. Nach den ersten zehn Minuten führten die Breisgauerinnen 17:10. Und als die US-Amerikanerin Kelly Hughes von jenseits der Dreierlinie traumwandlerisch sicher traf (fünf Treffer bei fünf Versuchen in der ersten Halbzeit) wuchs der Vorsprung auf mehr als 20 Punkte an – zur Pause waren es dann 18 Punkte (40:22).

Schwächephase im dritten Viertel

Dass bei jungen Teams Höhen und Tiefen schnell wechseln, wurde in der zweiten Hälfte deutlich. Das dritte Viertel verloren die Eisvögel 14:17. Und als der Gast zu Beginn des zehnminütigen Schlussabschnitts auf zehn Punkte herankam (44:54 und 46:56), kam sogar Spannung auf. Aber dann nahm Trainer Hohn eine Auszeit, ordnete die bereits zu Beginn des Spiels erfolgreich praktizierte Pressverteidigung an – und mit Hughes’ sechstem Dreier (bei insgesamt sieben Versuchen) begann wieder eine starke Eisvögel-Phase, an deren Ende ein 79:48-Erfolg stand.

Am Dienstag geht’s schon weiter

Bereits am Dienstag, 3. Oktober (14.30 Uhr), findet das zweite Saison-Punktspiel des USC Freiburg statt. Dann ist die Mannschaft zu Gast bei der Erstliga-Reserve des Erstligisten Keltern. Das zweite Heimspiel bestreiten die Eisvögel dann am kommenden Samstag, 7. Oktober, wenn der ehemalige Erstligist DJK Bamberg in der Unisporthalle zu Gast ist (19.30 Uhr).