Spielabsage der Eisvögel

KOMMENTAR: Peinlich, aber nachvollziehbar

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mi, 01. März 2017

USC Eisvögel

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Wenn Freiburger Vereine in Europacup-Wettbewerben starten, dann hat das in der Regel gravierende Folgen. So ist der SC Freiburg nach seinen drei Teilnahmen am Uefa-Cup beziehungsweise der Europa League in der Folgesaison in Abstiegsnot geraten beziehungsweise einmal auch tatsächlich abgestiegen (2001/02). Den Basketballerinnen des USC Freiburg geht es nun ebenso. Ihr erstes Engagement auf europäischer Bühne bezahlen sie womöglich mit dem Abstieg aus der Bundesliga. Dass der Klub seine Teilnahme am europäischen Final-Turnier wegen einer Terminkollision abgesagt hat, ist sehr peinlich. Der Verein beraubt seine Spielerinnen nicht nur eines sportlichen Höhepunkts, sondern muss sich auch den Vorwurf gefallen lassen, nicht besonders weitsichtig geplant zu haben. Auf der anderen Seite ist der Schritt aber nachvollziehbar. Denn das Eisvögel-Programm ist auf eine langfristige Erstliga-Zugehörigkeit (nun bereits im 17. Jahr in Folge) ausgerichtet – und eben nicht den schnellen Gewinn eines nicht gerade hoch angesehenen europäischen Wettbewerbs.