Nur für kurze Zeit wird’s eng

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 02. Oktober 2017

USC Eisvögel

79:48-Sieg zum Saisonstart für USC-Zweitliga-Basketballerinnen.

BASKETBALL. Zweite Bundesliga Süd Frauen: USC Freiburg – TSV Speyer-Schifferstadt 79:48 (17:10, 23:12, 14:17, 25:9). In der ersten Partie seit siebzehneinhalb Jahren in der zweiten Bundesliga gewannen die Basketballerinnen des USC Freiburg gegen den TSV Speyer-Schifferstadt deutlich. Phasenweise zeigte der Erstliga-Absteiger schöne Aktionen.

"Wir haben nicht so gut getroffen wie in den Vorbereitungsspielen. Aber wir haben gut ins Spiel gefunden und uns im Schlussviertel gesteigert, als es nötig wurde", sagte der 25-jährige USC-Trainer Pierre Hohn nach seinem Debüt-Spiel als Eisvögel-Coach. Luana Rodefeld, die neue Kapitänin, sah es ähnlich: "Wir hatten viel Energie. Es war ein guter Start in die Saison und in die zweite Liga. Aber wir müssen noch besser werden. Nur dann werden wir unsere Ambitionen, den direkten Wiederaufstieg, erfüllen können."

450 Zuschauer wollten das runderneuerte Team in der Unisporthalle sehen. Eine gute Kulisse für das erste Zweitligaspiel. Gespannt waren die Fans auf die Eisvögel vor allem aus vier Gründen: Erstens stellt der USC in dieser Spielzeit eine sehr junge Mannschaft, das Durchschnittsalter beträgt 19,2 Jahre. Zweitens ist das Team gespickt mit deutschen Nachwuchs-Nationalspielerinnen von der U 15 bis zur U 20, zum großen Teil spielen sie schon seit Jahren in den Jugend-Mannschaften bei den Eisvögeln. Drittens gab es seit dem Abstieg nach 17-jähriger Zugehörigkeit zur ersten Bundesliga kein Heimspiel mehr – denn alle Vorbereitungsspiele auf die Saison fanden in fremden Hallen statt. Und viertens hoffen sie bei den Eisvögeln, dass die zweite Liga nur ein einjähriges Intermezzo wird.

Ins Spiel gegen Speyer-Schifferstadt ging die Mannschaft energiegeladen. Mit einer Pressverteidigung in des Gegners Hälfte wurden die Spielerinnen des Gastes am geordneten Aufbauspiel gestört. Viereinhalb Minuten dauerte es, ehe der TSV zu seinen ersten Punkten kam, zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 9:0.

Dass bei jungen Teams Höhen und Tiefen schnell wechseln, wurde im dritten Viertel deutlich, das die Eisvögel 14:17 verloren. Und als der Gast zu Beginn des zehnminütigen Schlussabschnitts auf zehn Punkte herankam (44:54 und 46:56), kam sogar Spannung auf. Aber dann nahm Trainer Hohn eine Auszeit, ordnete die bereits zu Beginn des Spiels erfolgreich praktizierte Pressverteidigung an – und mit Kelly Hughes’ sechstem Dreier (bei insgesamt sieben Versuchen) begann wieder eine starke Eisvögel-Phase, an deren Ende ein 79:48 stand.

Am Dienstag geht’s schon weiter

Bereits am Dienstag, 3. Oktober (14.30 Uhr), findet das zweite Saison-Punktspiel des USC Freiburg statt. Dann ist die Mannschaft zu Gast bei der Reserve des Erstligisten Keltern. Das zweite Heimspiel bestreiten die Eisvögel dann am Samstag, 7. Oktober, wenn der ehemalige Erstbundesligist Bamberg in der Unihalle gastiert (19.30 Uhr).

Der USC spielte mit: Zdravevska (6 Punkte), Rodefeld (14/davon 2 Dreier), Wieczorek, Ch. Zehender (2), Schipek (2), Hoffmann (7/1) Ouedraogo (9), Hughes (25/6), Gaffney (14), Mayer.