Bittere Niederlage in der Schlussphase für den EHC

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Sa, 10. Februar 2018

EHC Freiburg

50 Minuten lang haben die Wölfe alles im Griff, bis der Tabellenzweite Riessersee aufdreht und einen 0:2-Rückstand auf 3:2 dreht.

GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Eine taktische Klasseleistung gezeigt, die Fehler des Gegners ausgenutzt und am Ende doch verloren. Dass ein Eishockeyspiel 60 Minuten dauert – und eben nicht 50 – dies erfuhr der EHC Freiburg im Zweitligaspiel beim Tabellenzweiten SC Riessersee. In der Schlussphase drehten die Bayern einen 0:2-Rückstand und siegten 3:2.

50 Minuten lang hatten die Breisgauer die Partie im Griff. In den letzten zehn Minuten entglitt ihnen das Spiel. Am Ende stand eine Niederlage, die besonders schmerzt und die Chancen des EHC auf die Pre-Playoffs und damit den direkten Klassenerhalt immens schmälert.

Die Partie begann rasant, wobei die Hausherren mehr vom Spiel hatten. Der EHC war defensiv eingestellt und setzte auf ein schnelles Umschaltspiel. Der Erfolg stellte sich ein, als Mark Mancari mit einem Chip-Pass aus dem eigenen Drittel Chris Billich fand. Der hatte sich auf den Weg Richtung Tor gemacht, nahm Mancaris Zuspiel technisch überragend im vollen Lauf an und ließ SCR-Keeper Kevin Reich keine Abwehrmöglichkeit (8.).

Die Freiburger verteidigten bärenstark und ließen den Bayern keine Möglichkeit, ihr Spiel aufzuziehen. Auch im zweiten Drittel blieb der SCR optisch überlegen, kam jedoch nur zu wenigen Chancen, die EHC-Goalie Miroslav Hanuljak alle vereitelte. Die taktische Marschroute des EHC schien aufzugehen: In den Zweikämpfen machten die Wölfe keine Gefangenen und setzten selbst Nadelstiche. Mit einem grandiosen Schoner-Save gegen Andreas Driendl hielt Hanuljak sein Team im Spiel. Auf der Gegenseite verletzte sich Christian Hummer, als er von einem Mancari-Schlagschuss getroffen wurde (33.).

Der zweite Treffer fiel nach wenigen Sekunden im Schlussdrittel, als Torhüter Reich sich einen dicken Bock leistete: Der Keeper kam aus seinem Kasten und nahm die Scheibe an, zögerte jedoch zu lange, um diese weiterzuleiten. EHC-Stürmer Jannik Herm luchste dem Torwart den Puck ab, umkurvte das Tor und netzte zum 2:0 für die Gäste ein. Die Partie wurde etwas offener, da der SCR mehr riskierte. So kamen die Bayern dann auch zum Anschluss, als Lubor Dibelka die Scheibe mit Glück ins Freiburger Netz stocherte. Und der Stürmer legte sofort nach: Eine Minute später profitierte er vom ersten Fehler in der EHC-Defensive und glich aus. Der EHC warf alles in die Waagschale, kam zu guten Chancen. Eine Strafe gegen Niko Linsenmaier wurde schließlich zum Verhängnis, denn in Überzahl drehte Louke Oakley tatsächlich das Spiel (55.). Noch einmal gab der EHC alles, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.

Am Sonntag, 18.30 Uhr, empfängt der EHC den ESV Kaufbeuren.

Riessers. – Freiburg 3:2 (0:1, 0:0, 3:1)

Tore: 0:1 Billich (8.), 0:2 Herm (41.), 1:2 Dibelka (50.), 2:2 Dibelka (51.), 2:3 Oakley (55.). Strafen: Riessersee 4, Freiburg 4. Zuschauer: 1827.